Das Bild hat sich geändert

Suchen händeringend Fachkräfte (von links): Gabriele Gallinat, Jens Monsen und Jörg Hollemann.Foto: O. Krebs

26. Auflage der Ausbildungsplatzbroschüre auf dem Markt

Langenhagen (ok). Aus Lehrstellen drohen oft Leerstellen zu werden: Ein Drittel der Ausbildungsplätze ist im vergangenen Jahr nicht besetzt worden. Und es wird vermutlich noch dramatischer: Was für die Jugendlichen erfreulich ist, macht den Betrieben zunehmend Sorgen. Bis 2030 wird die Altersgruppe junger Menschen zwischen 17 und 25 Jahren um rund ein Fünftel schrumpfen. Die Ausbildungsbroschüre hat die Wirtschaftsförderung der Stadt Langenhagen zum 26. Mal herausgebracht; das Bild hat sich mittlerweile grundlegend geändert: Gab es früher einen Mangel an Ausbildungsplätzen; heute haben viele Unternehmen Probleme, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden. In diesem Jahr haben sich wieder mehr als 100 Betriebe gemeldet, um mehr als 2.500 Ausbildungs- und Praktikumsplätze anzubieten. Gerade in der Gesundheits- und Pflegebranche herrscht der Notstand; Arbeitskräfte werden händeringend gesucht. Deshalb ist der Margeritenhof zum ersten Mal in der Ausbildungsplatzbroschüre vertreten. Dort werden die Ausbildungsberufe Altenpfleger, Kaufmann im Gesundheitswesen und Pflegeassistent angeboten. „Außerdem sind wir für Praktika immer offen und zeigen uns bei der Dauer flexibel“, sagt Leiterin Gabriele Gallinat. Viele Bewerberinnen und Bewerber kämen mit falschen Vorstellungen über den Beruf, der vielseitig ist und doch einiges abverlangt, zum Vorstellungsgespräch. Gabriele Gallinat: „Sie denken, sie müssten mit den Älteren nur spazierengehen. Dabei ist es ganz wichtig, Nähe zuzulassen und auf Menschen zuzugehen. Das können viele Jüngere noch nicht.“
Viele neue Berufsbilder sind in der Broschüre zu entdecken, aber auch viele bekannte Berufe, gerade der Kaufmann steht hoch im Kurs. Gesucht werden in Langenhagen auch viele Berufsfahrer, nicht verwunderlich bei der Fülle an Speditionen. Gedruckt worden ist die Broschüre in einer Auflage von 2.500 und wird vor allen Dingen im Rathaus, in den Verwaltungsstellen und auch an den weiterführenden Schulen verteilt.