Das Bindeglied zwischen Hersteller und Apotheken

Tauschten sich intensiv aus: Uwe Waterholter, Hendrik Hoppenstedt und Jens Schrader. (Foto: O. Krebs)

Sanacorp: wertvolle gesellschaftliche Aufgabe für Pharma-Großhandel

Langenhagen (ok) Es ist nicht nur ein Zusatzgeschäft, sondern auch eine wertvolle gesellschaftliche Aufgabe. Die Kühlketten und Verfallsdaten hätten gerade zu Beginn der Pandemie hohe Herausforderungen an den Großhandel gestellt, sagt Uwe Waterholter, Betriebsleiter bei Sanacorp in Langenhagen. Der Impffortschritt hätte ohne die Kette "Lokaler Großhandel, Apotheke und Arzt" nicht erzielt werden können. Allein über die Impfzentren hätte die Impfquote nicht erreicht werden können. Sanacorp ist einer Großhändler, die als Bindeglied zwischen Hersteller und Apotheken fungieren. "Wir fahren im Schnitt jede Apotheke am Tag dreimal an, die weiteste Strecke ist bis nach Norderney", erläuterte Jens Schrader, Gebietsleiter Pharmahandel, beim Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten und Staatsministers Hendrik Hoppenstedt. Vom Standort Langenhagen gehen jeden Tag etwa 300 Touren aus, rund 50.000 Packungen werden ausgeliefert. Insgesamt gibt es deutschlandweit bald 19 Standorte, Sanacorp "An den Kolkwiesen" mit 189 Beschäftigten  ist 1996 gegründet worden. Zur Historie: der Ausbildungsbetrieb Sanacorp ist aus der "Einkaufsgenossenschaft Württembergischer Apotheken" hervorgegangen. "Aber ist es heute nicht mehr zwingend notwendig, Genossenschaftsanteile zu erwerben", sagt Waterholter. Der Markt sei umkämpft, und die Versandkosten in einem Flächenland wie Niedersachsen hoch. Sowohl  Waterholter als auch Schrader gaben Hoppenstedt mit auf den Weg, dass die Marge bei den rezeptpflichtigen Medikamenten in dem "voll regulierten Markt" im Laufe der vergangenen Jahre immer weiter zurückgegangen sei. Zwar seien die Medikamente immer größer und vor allen Dingen teurer geworden, aber es gebe eine Preisdeckel, sodass die Verdienstmöglichkeiten endlich seien.
Bei einem abschließenden Rundgang durchs Unternehmen war Hoppenstedt beeindruckt von den reibungslosen Abläufen und der Präzision im Unternehmen. Alles muss passen, in einem Unternehmen der Gesundheitsbranche besonders. Und nicht zuletzt steht eine Menge  Geld auf dem Spiel, beispielsweise, wenn ein Verfallsdatum überschritten wird. Denn ein Medikament kann dann schon mal einen fünfstelligen Betrag kosten.