Das erste Mausohr in der Stadt

Der Mausohrnachweis ist ein toller Erfolg für das Nistkastenprojekt.

Gute Nachrichten im Fledermausschutz in Langenhagen

Langenhagen. Gute Nachrichten im Fledermausschutz für Langenhagen konnte jetzt der Naturschutzbeauftragte für Langenhagen und gleichzeitig Vorsitzender des NABU Langenhagen, Ricky Stankewitz vermelden. „Am 27. September habe ich in einem der im gemeinsam mit NVL und NABU betriebenen Nistkastenprojektes angebrachten Fledermauskästen im Stadtwald ein Mausohr (Myotis myotis) nachweisen können.“ Das Mausohr (ein weibliches Tier) saß mit zwei Abendseglern in einem Spaltenkasten. Die Anfrage bei der unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover, sowie beim Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ergab, dass dieser Fund der Erstnachweis des Mausohrs für Langenhagen ist. Der Stadtwald entspricht exakt den Lebensraumansprüchen dieser in Niedersachsen als „stark gefährdet“ eingestuften Fledermausart. Vom Mausohr ist bekannt, dass es nur sehr kurze Strecken (zwischen 50 und 100 Kilometer im Schnitt) zwischen Sommer und Winterquartier zieht. Das bedeutet, dass dieses Mausohr vermutlich auf dem Durchzug ist und in Langenhagen gerastet hat. Bei geeigneten Lebensraumbedingungen besteht aber die Möglichkeit, dass sich die Art hier wieder ansiedelt. „Was in Langenhagen fehlt, sind geeignete Wochenstubenquartiere in Dachbauten für den Sommer. Geeignet wären dafür das Dach der kleinen Kapelle im Eichenpark, das Dach der Elisabethkirche, das Dach der Volkshochschule im Eichenpark, gegebenenfalls auch der Wasserturm, wobei der hier brütende Waldkauz und Turmfalke sicherlich limitierend wirken dürfte, sowie Dächer von Scheunen, sofern sie nicht zu zugig sind. Es wäre großartig, wenn sich die Elisabethgemeinde und die Stadt Langenhagen bereit erklären würden, die Dachgeschosse der entsprechenden Gebäude so herzurichten, dass sie als Quartier für Fledermäuse geeignet sind.“ berichtet Stankewitz weiter. „Der Mausohrnachweis ist ein toller Erfolg für das Nistkastenprojekt der in Langenhagen aktiven Naturschutzvereine, denn ohne die Möglichkeit im Kastenquartier zu rasten, wäre das Tier hier nicht zu finden gewesen."