Das gegenseitige Verständnis fördern

Zusammen mit ihren Gasteltern und ihren deutschen Freunden haben die jungen Franzosen aus Le Trait viel gesehen und erlebt. (Foto: D. Lange)

Deutsch-Französischer Jugendaustausch zwischen Godshorn und Le Trait

Godshorn (dl.) Seit 1967 besteht zwischen Godshorn und Le Trait eine Städtepartnerschaft und eben so lange finden auch die Jugendaustauschprogramme für Jugendliche im Alter von elf bis 17 Jahren statt, jeweils für zehn Tage in den Sommerferien und wechselseitig in Le Trait und Godshorn. Le Trait entspricht mit seinen rund 5000 Einwohnern in etwa der Größe Godshorns und liegt im Départment Seine-Maritime in der Normandie, 25 km westlich von Rouen. Dort, wo sich der Fluss in endlosen Schleifen durch das Land windet in Richtung Ärmelkanal. Zehn Tage lang waren jetzt acht Jugendliche aus der Partnerstadt zu Gast in Godshorn, um sich mit den sechzehn deutschen Teilnehmern des diesjährigen Austauschprogramms zu treffen, die für ihre Gäste ein gemeinsames Freizeitprogramm gestaltet hatten. So war die Gruppe im Erlebnis-Zoo Hannover, besuchte das Klimahaus in Bremerhaven und ist auf dem Maschsee zusammen in einem Drachenboot gefahren. Während ihrer Zeit in Godshorn fanden die jungen Franzosen Aufnahme in den teilnehmenden Gastfamilien, um auf diesem Weg die Menschen, ihre Lebensart und ihre Kultur kennen zu lernen und wo ginge das besser als an der Basis, in den Familien. „Der Austausch fördert nicht nur die Sprachkenntnisse, sondern auch das gegenseitige Verständnis und das Wissen um die gesellschaftlichen und kulturellen Unterschiede“, sagt die Organisatorin des Austauschprogramms, Yvonne Riedelt. Die gibt es durchaus. So nimmt man sich in Frankreich beispielsweise sehr viel mehr Zeit, um gemeinsam zu essen. Außerdem gebe es hierzulande weit mehr Brotsorten als nur Weißbrot und auch das Beförderungsangebot des öffentlichen Nahverkehrs sei in Frankreich, insbesondere im ländlichen Raum, noch vergleichsweise lückenhaft. „Für viele unserer Ausflugsfahrten in Le Trait mussten wir entweder, wo es möglich war einen Bus anmieten, oder alle Teilnehmer auf die Autos der Eltern verteilen“, berichtete Yvonne Riedelt. „Alles andere hätte zu lange gedauert“. Der Träger des Jugendaustauschprogramms ist das Partnerschaftskomitee Godshorn-Le Trait, das finanziert wird von der Stadt Langenhagen, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und von Sponsoren. Unterstützung erfährt das Programm darüber hinaus vom Förderverein Städtepartnerschafts- und Freundschaftskomitee Langenhagen (SFL). Die 13jährige Yona ist zum ersten Mal dabei und zählt zu den jüngeren Teilnehmern des Austauschprogramms. Sie kommt allerdings aus den USA und verfügt über einen wahrhaft internationalen Background. Geboren ist sie in den USA und lebt mit ihrer Familie in Kalifornien. Ihre Mutter ist Deutsche und ihr Vater Amerikaner mit japanischen Wurzeln. Derzeit ist Yona, die in den Ferien.nicht zum ersten Mal allein über den Großen Teich gekommen ist, für vier Wochen bei ihren Großeltern zu Beuch in Godshorn. Unter anderem,, um am Deutsch-Französischen Jugendaustauschprogramm teilnehmen zu können, der in ihrer Familie eine gewisse Tradition hat. Sowohl ihre Mutter als auch ihre beiden Brüder waren vor Jahren ebenfalls mit dabei und so hält Yona, die auch im nächsten Jahr wieder mitfahren möchte, eine Familientradidition aufrecht.