Das Haus der lebendigen Steine

Die musikalische Untermalung durfte nicht fehlen. (Foto: D. Lange)

Viele Besucher beim 30. Geburtstag der Eliakirche

Langenhagen (dl). Außer den Langenhagener Kirchengemeinden Emmaus, Matthias-Claudius und St. Paulus genehmigte das Landeskirchenamt 1981 der Elisabethkirche die Einrichtung einer vierten Pfarrstelle, aus der die heutige Elia-Gemeinde an der Konrad-Adenauer-Allee hervorging. Ihren Namen Elia erhielt die neue Gemeinde im Jahr 1984 noch vom Kirchenvorstand der Elisabethkirche verliehen. Bis zur Selbstständigkeit der Gemeinde dauerte es allerdings noch knapp zwei Jahre. Mit der Gründung eines Kirchbauvereins begann im Februar 1984 die Planung für den Bau der Kirche am heutigen Standort. Das Grundstück dafür hatte die Elisabethgemeinde seinerzeit im Rahmen eines Tauschgeschäfts von der Stadt übernehmen können. Als Architekt für den Bau des neuen Gemeindezentrums wurde der vielfach ausgezeichnete Professor Dieter Oesterlen aus Hannover beauftragt, der unter anderem auch für das Rathaus in Langenhagen verantwortlich zeichnete. Mit dem Richtfest im Mai 1988 und der feierlichen Einweihung der Kirche am ersten Adventssonntag des gleichen Jahres begann damit die Geschichte der Eliakirche, deren 30. Jubiläum ebenfalls mit einem Adventsgottesdienst gefeiert wurde. Eine ausführliche und aufwendig gestaltete Broschüre zum Jubiläum informiert detailliert über die Anfänge und die einzelnen Stationen in der Geschichte der Eliagemeinde. Weil aber in erster Linie nicht das Gebäude allein im Mittelpunkt stehen soll, sondern die Menschen und deren Geschichten, sei stellvertretend für all die anderen die folgende erwähnt: Einer der spannendsten Momente in der Geschichte der Elia-Kirche war es, als ein Moslem während des Gottesdienstes unaufgefordert an den Altar ging. Einige dachten, er würde heftige Kritik an dem äußern, was vorher in der Predigt gesagt wurde. Zur Freude und Erleichterung aller aber bekannte er, dass er jetzt verstanden hätte, was das Christsein bedeutet und das er zum christlichen Glauben konvertieren wolle. Dündar Karahamza studierte danach Theologie und wurde eine Zeit lang Diakon in der Elia-Gemeinde. Unter dem, nicht offiziellen, Motto: 30 Jahre – 30 Kuchen, waren alle Besucher im Anschluss an den Gottesdienst noch zu einem ausgiebigen Jubiläumskaffeetrinken im Gemeindehaus eingeladen.