„Das klingt böse, bringt aber mehr“

Gutes Gesprächsklima in der Aula: Mirko Heuer (links) und Timo Tils. (Foto: G. Gosewisch)

Mirko Heuer offenbart Schülern seine strategischen Ziele

Langenhagen (gg). Das direkte Gespräch mit dem Bürgermeister bot der Stadtschülerrat im Rahmen einer Podiumsdiskussion in die Aula des Schulzentrums interessierten Schülern aller Langenhagener Schulen an. „Welche strategischen Ziele hat er nach seinem Amtsantritt vor gut zwei Monaten?“, so die Moderationsvorgabe von Stadtschülerrat-Sprecher Timo Tils. „Langenhagen ist in einer Phase, in der das Geld rausgeworfen wird. Was ist dann in Sachen Verkehrsverbesserung möglich“, wollte ein Schüler wissen. „Wann wird die Schule saniert?“ oder „Was erhofft man sich vom neuen Schwimmbad?“ fragten weitere Schüler. Heuer ließ sich nicht provozieren, antwortete konkret und gab seine Begründung jeweils mit dazu. Klar wurde dabei, dass die verschiedenen angeschnittenen Themen einen gemeinsamen Nenner haben – den von Heuer angestrebten ausgeglichenen Haushalt. Und so hing in den Argumenten doch alles zusammen, die Investitionen im Straßenbau, für das neue Schwimmbad und das Zurückstellen der Sanierung im Schulzentrum. „Die Schulsanierung für das Jahr 2015 ist gestoppt, um ein Gesamtkonzept zu erstellen. Das klingt böse, bringt aber statt des bisherigen Stückwerks am Ende mehr und wird den Sanierungsstau der vergangenen Jahre schneller beheben“, so seine Absage für den dritten Bauabschnitt im Schulzentrum. Ein Rechenexempel gab es auch zum Thema Schwimmbad-Bau. Würde das Godshorner Bad erhalten bleiben, würde die Sanierung fast so viel kosten, wie der Neubau. Dieser liefere zwar Schnickschnack wie Warmbecken, Rutschen, Gegenstromanlage und Sauna, das Freibad wie in Godshorn wird fehlen, aber der Sport-Schwimmbereich mit acht Bahnen könne sich sehen lassen. „Die Besucher-Einnahmen aus dem Freizeit- und Saunabereich fangen die Kosten des Sportbereichs auf“, sagte Heuer. Überhaupt gehe es um Umstrukturierung und Effizienz. In Bezug auf die Mitarbeiter der Stadtverwaltung erklärte Heuer: „Bisher sind pro Jahr rund 20 neue Mitarbeiter eingestellt worden. Ab nächstem Jahr will ich mit der vorhandenen Personaldecke auskommen. Keine neuen Einstellungen, aber auch kein Personalabbau.“