Das Leitmotto lautet: "Werte leben!"

Marco Brunotte (Mitte) bei der AWO-Bundeskonferenz in Bonn.

Marco Brunotte auf der AWO-Bundeskonferenz in Bonn

Langenhagen. „Drei ereignisreiche Tage Bundeskonferenz mit vielen engagierten und zukunftsweisenden Beschlüssen für die zukünftige Verbandsarbeit liegen hinter uns“, sagte Marco Brunotte nach der Bundeskonferenz der AWO in Bonn, an der der Landtagsabgeordnete als Delegierter für die AWO Hannover teilnahm. Der 35-Jährige ist Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des AWO Bezirks Hannover und Aufsichtsratsvorsitzender der „AWO Wohnen und Pflegen gGmbH“. Auf der Konferenz wurden unter anderem Beschlüsse für ein Rentenkonzept, für einen Sozialtarif Strom und zum Wertegebundenem Unternehmen gefasst. Das Leitmotto der Konferenz war: Werte leben!
„Die AWO fordert ein Rentenkonzept, das auch zukünftigen Rentnern eine armutsfeste Rente garantiert“, sagt Marco Brunotte zum Beschluss der Bundeskonferenz zum Thema Altersarmut. „Schluss mit den Sonderwegen für Beamte und einzelne Berufsgruppen. Das Rentensystem braucht mehr Solidarität, deshalb muss die gesamte berufstätige Bevölkerung in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen“, fordert Brunotte und ergänzt: „Die Altersarmut vieler zukünftiger Rentner wird nur verhindert, wenn die Einnahmen der Rentenversicherung gesteigert werden.“
„Strom ist elementarer Bestandteil der Daseinsvorsorge. Die AWO fordert deshalb einen Sozialtarif Strom, der eine ausreichende Sicherstellung aller Bürger mit Strom sicherstellt“, erklärt Marco Brunotte, was die Delegierten der AWO Bundeskonferenz zum Thema Stromversorgung beschlossen haben. Darüber hinaus fordert die AWO, die sich ausdrücklich zur Energiewende bekennt, dass die Energieversorger gesetzlich dazu verpflichtet werden, Haushalte aktiv bei der Vermeidung von Stromsperren zu unterstützen.
Darüber hinaus hat die Bundeskonferenz einen Beschluss zum Thema „Wertegebundenes Unternehmen“ gefasst. „Die AWO muss sich sowohl als Arbeitgeberin als auch als Anbieterin sozialer Dienste an ihre Werte binden und sich daran messen lassen. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass die Bundeskonferenz der AWO heute eine Selbstverpflichtung für die Wertebindung ihrer Unternehmen beschlossen hat“, sagt Marco Brunotte. Diese beinhaltet zum Beispiel die vollständige Tarifgebundenheit aller Beschäftigten, die Einhaltung von Mindestlöhnen als Lohnuntergrenze und einem streng reglementierten Einsatz von Leiharbeitenden, die aber nur nach dem Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ beschäftigt werden dürfen.