Das Rätsel um M+E und IT

Reiner Stieglitz (links) macht den Mädchen und Jungen technische Berufe schmackhaft.Foto: O. Krebs

Infomobil der Stiftung NiedersachsenMetall macht Stopp an der RKS

Langenhagen (ok). M + E und IT – Buchstabenkombinationen, die gute Berufschancen versprechen. Denn: „In Deutschland fehlen zurzeit 30.000 Elektroingenieure“, sagt Reiner Stieglitz von der Stiftung NiedersachsenMetall, die jetzt mit ihrem Infomobil an der Robert-Koch-Realschule einen Stopp gemacht hat. Und verstärkt für Berufe aus der Familie Metall- und Elektro-Industrie und Informationstechnologie geworben hat. Womit auch das Rätsel um die Buchstaben gelöst wäre. Stieglitz hat noch ein paar Zahlen parat: „3,6 Millionen Menschen arbeiten in M+E-Betrieben, rund 193.000 Mädchen und Jungen erlernen in diesem Feld ihren Beruf.“ Berufe, die für viele der Zehntklässlerinnen und -klässler interessant sein könnten, besonders technikinteressierte Frauen sind noch Mangelware. „Die Quote der weiblichen Mitarbeiter liegt noch unter fünf Prozent“, weiß Stieglitz. Dabei sei für die Aufgaben nicht mehr so viel körperliche Kraft gefragt, mehr Köpfchen. Und da seien die Mädchen und jungen Frau natürlich ebenbürtig, wenn nicht oft sogar besser. „Wir bringen die Berufe auf den Schulhof“, sagt Stieglitz und Realschullehrerin Silke Dorn weiß das Angebot zu schätzen. „Persönliche Erfahrungen, wie sie hier gemacht werden, sind immer entscheidend“, sagt die Pädagogin. Neben guten Leistungen in Mathe, Deutsch und Englisch sind ein gewisses Interesse für Technik und auch handwerkliche Fähigkeiten Voraussetzungen für einen technischen Beruf. Ob den nach den Informationstagen mehr Jungen und vor allen Dingen Mädchen ergreifen werden, wissen Silke Dorn und Reiner Stieglitz nicht, aber auf jeden Fall seien die Jugendlichen zum Nachdenken angeregt worden.