"Das wichtigste und wertvollste Potenzial"

Die Kinder stellten für ihre Geburtstagsfeier ein tolles Programm auf die Beine.Foto: D. Lange

40 Jahre Kita Kaltenweide: Auferstehung für Modeerscheinungen

Kaltenweide (dl). Erfreuliche Duplizität der Ereignisse. Im Gründungsjahr der Kita 1974 wird Deutschland Fußballweltmeister und jetzt, im Jubiläumsjahr 2014, holt die deutsche Mannschaft erneut den Titel. Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Das Jubiläumswochenende der Kita Kaltenweide startete jedenfalls, dem Anlass entsprechend, mit einer rauschenden Ballnacht, zu der alle Eltern, ehemalige Eltern und Kinder eingeladen waren. Zum großen Geburtstagsfest am Sonnabend kamen bei strahlendem Sommerwetter alle, die sich der Kita verbunden fühlten, um gemeinsam das 40-jährige Jubiläum gebührend zu feiern. Insbesondere für die ehemaligen Eltern, Kinder und Erzieherinnen ist es etwas ganz besonderes, sich in ihrer alten Kita nach langer Zeit wieder zu sehen. Die, die damals Kinder waren, haben heute ebenfalls Kinder, die jetzt in derselben Kita sind wie einst ihre Eltern. Die Kita-Kinder hatten sich zum Jubiläum zusammen mit ihren Erzieherinnen allerhand ausgedacht und präsentierten ihren Gästen mit einer kleinen Zeitreise in die Vergangenheit das Beste aus vier Jahrzehnten. Gewissermaßen die Hits der 70er, 80er und 90er Jahre und das Beste von heute. Tamagotchis, Hörspielkassetten, Diddle-Mäuse, Freundschaftsbänder und noch viele andere Modeerscheinungen dieser Zeit feierten zur Gaudi der Zuschauer fröhliche Urständ. Auch kulinarisch wurden die zahlreichen Gäste durchaus verwöhnt. Exotisch-fruchtige Getränke mit viel Eis, leckere Waffeln mit frischen Blaubeeren, ein umfangreiches Kuchen- und Kaffeeangebot oder für alle, die es etwas deftiger mögen, Bratwurst vom Grill, ließen keine Wünsche offen. Wünsche haben dafür in aller Regel die Geburtstagskinder, was die Kitaleiterin Andrea Plecksnies daher zum Anlass nimmt, den baldigen Baubeginn des vom Rat und der Stadt geplanten neuen Kinderhauses anzumahnen, um den Hortkindern endlich zu einem angemessenen Domizil zu verhelfen. Bisher fristen sie ihr Dasein in Containern auf dem Außengelände.
„Wir wünschen uns vor allem aber mehr Verständnis und öffentliche Anerkennung unserer Arbeit, die nicht zuletzt auch in einer angemessenen Bezahlung zum Ausdruck kommt. Wir brauchen einfach eine stärkere Lobby, denn unsere Kinder sind das wichtigste und wertvollste Potentzial unserer Gesellschaft."