Dem Glauben Raum geben

Kirchenvorstand und Festkomitee freuen sich auf den Feierlichkeiten am nächsten Wochenende.Foto: D. Lange

St.-Paulus-Gemeinde Langenhagen feiert 50-jähriges Jubiläum

Langenhagen (dl). Ganz genau am 1. Juni 1964 wurde der Chronik zufolge die Gemeinde St. Paulus gegründet. Wie viele andere neue Kirchengemeinden auch, musste sie in der ersten Zeit ohne ein eigenes Gebäude auskommen. Die Grundsteinlegung für das Gemeindehaus und den Glockenturm erfolgten erst im September 1964 und bis zur Einweihung des Gemeindehauses im Mai 1965 fanden die Gottesdienste übergangsweise noch in der benachbarten Friedrich-Ebert-Schule statt. Hier ergibt sich eine gewisse Parallele zur benachbarten katholischen Zwölf-Apostel-Gemeinde, die in ihrer ersten Zeit mangels eigener Kirche ebenfalls mit einem Provisorium leben musste. Auch deren Gottesdienste fanden damals sowohl in den Räumen der Friedrich-Ebert-Schule statt als auch im Gemeindehaus von St. Paulus. Seit den Anfängen ist mittlerweile ein halbes Jahrhundert vergangen und das Jubiläumsjahr nahmen Pastor Klaus Foerster und der Kirchenvorstand zum Anlass, ein umfangreiches und vielfältiges Programm zusammenzustellen, das sich mit Konzerten, Filmabenden und Gottesdiensten mit dem runden Geburtstag beschäftigte. Eine runde Sache wird sicher auch das Wochenende vom 18. bis 20. Juli, mit dem die Jubiläums-Festwochen in der Hindenburgstraße, gewissermaßen mit einem Tusch, ihren rauschenden Höhepunkt und Abschluss finden. Zu diesem Fest sind natürlich alle Bewohner des Stadtteils und darüber hinaus eingeladen. Eröffnet wird es am Freitag mit einem gemeinsamen, aber zwanglosen Singen von Volksliedern. Hier dürfen sich alle angesprochen fühlen, die Spaß am Singen haben. Am Abend dagegen kommt die heiße Musik zum Tanzen aus den 50er, 60er und 70er Jahren vom Plattenteller. Die große Sause, das eigentliche Gemeindefest, beginnt am Sonnabend um 14 Uhr mit einem Programm für Kinder mit einem Clown, der erfahrungsgemäß nicht nur Kindern Spaß macht, mit Hüpfburg, einer Malstube und einer Märchenerzählerin. Am Nachmittag lässt das Trio „con brio plus“ im Café im Gemeindesaal, und bei schönem Wetter sicher auch draußen, die Tradition der Wiener Kaffeehaus-Musik wieder aufleben. Am Abend wird es dann etwas lauter, wenn es die „Green River Gang“ zum Abschluss des Tages mit ihrer mitreißenden Rockmusik von Creedence Clearwater Revival nochmal ordentlich krachen lässt, bevor dann am Sonntag wieder etwas Ruhe einkehrt. Der Tag beginnt mit einem Festgottesdienst zum 50-jährigen Jubiläum, bei dem Superintendent Holger Grünjes die Predigt halten wird und der Abend steht dann wieder ganz im Zeichen der Musik, nur diesmal etwas leiser. Das Abschlusskonzert mit europäischer Tanzmusik des Frühbarock trägt den Titel „Elfentanz und Mummenschanz“ und wird gestaltet vom Pantomimen Detlef Hein sowie dem William Byrd Consort unter der Leitung von Dieter Klaus Peise. Rechtzeitig zum Gemeindefest erscheint eine 88-seitige Broschüre über die Geschichte der Gemeinde von den Anfängen bis heute.