Den Ereigniswald wieder aufpeppen

Christa Röder vor dem Baum, den die CDU-Fraktion zur deutschen Wiedervereinigung gepflanzt hat. (Foto: O. Krebs)

Schulenburg: Christa Röder will Kleinod aus Dornröschenschlaf erwecken

Schulenburg (ok). Er scheint fast in einem Dornröschenschlaf zwischen A 352 und Schulenburg-Süd an der Anschlussstelle der Autobahn zu liegen. Die Rede ist vom so genannten Ereigniswald. Die frühere Ortsbürgermeisterin Christa Röder möchte das Gebiet, das jetzt verwildert ist, gern wieder zum Leben erwecken.  Rückblick: Ins Leben gerufen worden ist das kleine Naherholungsgebiet zwischen Tannenstraße und Autobahn im Jahre 1985. Christa Röder erinnert sich: "Haus- und Straßengemeinschaften, Volksbank sowie Garten- und Friedhofsamt der Stadt haben damals Hand in Hand gearbeitet."Viele  Bäume seien gepflanzt, obendrein ein Feuchtbiotop sowie ein Spiel- und Bolzplatz angelegt worden. Der Spielplatz ist jetzt wieder ein Schmuckstück geworden, vom Feuchtbiotop sollen nach Auskunft der Nachbarn unangenehme Gerüche ausgehen. Die damalige Ortsbürgermeisterin Christa Röder freut sich vor allem über das Engagement der Anlieger, die auch Geld gespendet haben. Die Ruhebank hat die örtliche Volksbank spendiert. Von der Tannenstraße ist ein etwa 30 Meter langer kleiner Fuß- und Radweg Richtung Spiel- und Bolzplatz angelegt worden. Er trägt heute noch den Namen Bultwiesenweg. Fünf Jahre später startete dann die Aktion "Ereigniswald": Erinnerungen an bestimmte Ereignisse wie etwa Geburt eines Kindes, Hochzeit, runder Geburtstag oder Silberhochzeit sollten länger lebendig bleiben und durch einen gepflanzten Baum wachsen. Die Spende betrug damals 50 Mark. Christa Röder im Gespräch mit dem ECHO: "Zum Auftakt pflanzten zahlreiche Bürger aus Anlass der Konfirmation eine Eiche oder einen Ahornbaum. Und die CDU-Ortsratsfraktion Schulenburg stiftete einen Baum als Erinnerung an den Tag der Vereinigung Deutschlands. Auch Reinald Orbach, Präsident der Deutsch-Portugiesischen Gesellschaft, und Anwohner war  mit von der Partie und pflanzte im Jahre 2000 zum zehnjährigen Bestehen eine Linde. Christa Röder erinnert sich gern an die Bultwiesenfeste und auch die Gottesdienste mit anschließendem Grillen, de dort stattgefunden haben. Und auch in der jüngeren Vergangenheit habe sich eine ganze Menge getan. Der wunderbare Spielplatz mit Rodelberg sei 2018 neu angelegt, das Bioptop eingezäunt worden. Jetzt wünscht sich Christa Röder, dass Bäume neu angepflanzt und die Rundwege so erneuert werden, dass sie auch mit Rollatoren befahren werden können. Ein Weg zum Südsee auf der so genannten Berme an der Autobahn wäre toll, so könne auch auch das 3.000-Schritte-Programm, das die Bewegung im Alter fördern soll, in die Tat umgesetzt werden. Die Krönung wäre dann noch eine Art Quartierstreff in Schulenburg-Süd. Denn die Wege zum Dorfgemeinschaftshaus im Amtsweg seien dann für die Senioren mittlerweile doch sehr lang.