Den Schülern zeigen, dass sie wichtig sind

Teilen sich jetzt sinnbildlich einen Schreibtisch: die drei kommissarischen Schulleiterinnen Ute Wellert-Thiel, Anke Meyer und Karin Lüdtke. (Foto: O. Krebs)

Führungstrio verbreitet Aufbruchsstimmung an der Pestalozzischule

Langenhagen (ok). Alte Strukturen werden aufgegriffen, neue entwickelt – das Dreierteam Anke Meyer, Ute Wellert-Thiel und Karin Lüdtke hat jetzt nach der Pensionierung von Uschi Borkowski die kommissarische Schulleitung an der Pestalozzischule in Langenhagen übernommen. Vor ihnen liegt die nicht ganz einfache Aufgabe, die Einrichtung an der Leibnizstraße bis zum Jahre 2022 „abzuwickeln“. Dann soll es diese Schulform nach einem Beschluss des Rates der Stadt Langenhagen nicht mehr geben. 18 Lehrkräfte sind in diesem Schuljahr noch an der Pestalozzischule, zehn haben sich an zu Beginn des Schuljahres umorientiert. Unterrichtet werden noch 30 Schüler in den Klassen acht, neun und zehn. Das Trio ist mit Herzblut und Elan dabei, setzt nicht zuletzt auf Vernetzung und Kreativität und arbeitet eng mit der Landesschulbehörde zusammen. Die drei gehen grundsätzlich zusammen in die Sitzung, wollen dann neue Ideen entwickeln und ein schönes Schulleben gestalten. „Wir wollen den Schülern zeigen, dass sie wichtig sind“, sagt Anke Meyer, die offiziell den Hut aufhat. Da spielt auch der Kontakt zum Berufsberater eine große Rolle. Karin Lüdtke: „Wir wollen ein Zuhause für viele Schüler bieten.“ Teambildung und offene Demokratie spielt an der Pestalozzischule eine sehr große Rolle. Anke Meyer: „Die Schüler sollen lernen, dass ihr Denken und Handeln wichtig für die Gesellschaft ist.“ Und auch die drei Führungskräfte diskutieren rege, bevor sie gemeinsam zu einer Entscheidung kommen. Jeder hat da seine Schwerpunkte – Ute Wellert-Thiel kümmert sich beispielsweise um Verknüpfung zur Berufswelt, Karin Lüdtke koordiniert die Arbeit mit den Grundschulen, und Anke Meyer ist im ständigen Kontakt mit der Landesschulbehörde. Obwohl das Ende der Schule abzusehen ist, wollen doch noch viele an die Pestalozzischule wechseln, im nächsten Schuljahr fängt eine neue Kollegin an, die gerade aus dem Referendariat gekommen ist. Schülerfirma, Do-it-Projekt – alles läuft weiter wie bisher. „Von Untergangsstimmung kann also gar keine Rede sein“, sagen die drei unisono. Eher von Aufbruchsstimmung.