Den Tieren ganz nah

An dem Teich leben unter anderem Enten.

Das Vogelschutzgehölz in Langenhagen ist die Heimat viele Tierarten

Langenhagen (lo). Das Blöken von Schafen ist zu hören, nebenan taumeln sich Wellensittiche und von überall her zwitschern die Vögel – und das Mitten in Langenhagen. Denn in der Görlitzer Straße 21 gibt es seit einigen Jahren ein Vogelschutzgehölz. „Wir haben das Vogelschutzgehölz vor drei Jahren übernommen und alles überarbeitet“, sagt Sirtagkias Konstandinos von der Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht-Gruppe (AZ) Hannover Ost. Gemeinsam mit seiner Frau Tina Zachopoulo kümmert er sich seitdem um die Instandhaltung und hat dem vorher leerstehenden Gelände wieder Leben eingehaucht. „Bei der Übernahme waren keinerlei Tiere hier. Alle Tiere, die jetzt hier sind, haben wir selber angeschafft“, so Konstandinos.
Neben den Wellensittichen bietet das Vogelschutzgehölz auch ein Zuhause für viele weitere Vogelarten. So leben dort auch viele Hühner, Pfauen, Perl- und Zwerghühner. Aber auch Enten, Diamantenfasane und -tauben haben dort einen geeigneten Platz gefunden. „Wir haben hier aber auch vier europäische und drei chinesische Wachteln“, so Konstandinos. Eine Besonderheit ist aber auch das schwarze Schwanenpaar. „Das gibt es nicht so oft“, meint Zachopoulo.
Doch mittlerweile leben nicht nur Vögel im Vogelschutzgehölz. „Wir haben gedacht das es schön wäre, wenn wir hier auch andere Tiere haben“, betont Konstandinos. Aus diesem Grund gibt es auch viele Kaninchen, 15 Kamerunschafe und zwei Ponys zu bestaunen. „Die Tiere kommen sehr gut an – vor allem bei Kindern“, ist sich der Betreiber sicher. Doch ein echtes Highlight dürften die Dammhirsche sein. „Seit kurzen haben wir sogar ein Dammhirschjunges“, freut sich Konstandinos.
Und genau dieser Bereich ist momentan im Ausbau. „Die Dammhirsche brauchen mehr Platz. Aus diesem Grund erweitern wir gerade das Gehege zur Kanalseite hin. Wenn wir damit fertig sind, haben die Dammhirsche 6.000 Quadratmeter zur Verfügung“, erläutert Konstandinos. Neben diesen Arbeiten fallen aber noch viele weitere an. An manchen Stellen ist das Holz faul und muss ausgetauscht werden, an manchen muss der Zaun ausgebessert werden. Daher geht das Geld, was Konstandinos und Zachopoula durch Kaffee und Kuchen einnehmen, immer in die Tiere. Denn der Eintritt zum Vogelschutzgehölz ist kostenlos.
Wer sich selbst einmal das umgestaltete Vogelschutzgehölz anschauen möchte, hat dazu sonnabends und sonntags von 12 bis 18 Uhr die Möglichkeit. In den Sommerferien ist das Gehölz zudem täglich bis 19 Uhr geöffnet.