„Der Anfang muss richtig reinballern“

Landete mit der Deutschen Meisterschaft seinen bisher größten Triumph: Janik Heinemann.

Janik Heinemann holt sich Deutschen Meistertitel im Jumpstyle

Langenhagen (ok). Die Kicks müssen richtig sitzen, die Armbewegungen bei 150 Bits per Minute synchron dazu laufen. Ohne Frage. Jumpstyle ist ein schweißtreibender Sport; ohne Kondition läuft das nichts. Und Kondition hat der 19-jährige Janik Heinemann; die holt er sich beim Fußball. Der junge Mann trainiert zweimal in der Woche bei Sparta Langenhagen, dazu noch ein Spiel am Wochenende. Janik Heinemann: „Wir sind da ein richtig eingeschworener Haufen.“ Dazu noch zweimal Junpstyle-Training in der Woche. Sportlicher Einsatz, der sich ausgezahlt hat: Janik Heinemann hat sich jetzt in Göttingen den Deutschen Meistertitel im Jumpstyle geholt. Im Solo hat er gleich drei tolle Performances hintereinander im Finale aufs Parkett gelegt, sich so den Titel gesichert. Jeweils dreimal eine Minute. Drei Minuten, die es in sich hatten. Power von der ersten bis zur letzten Minute waren angesagt. Und am Ende dann Riesenfreude über den Titel. Janik Heinemann, der die Hardstylemusik liebt, erinnert sich: „2011 habe ich schon die Musikvideos von Scooter gehört; 2013 bin ich dann mal zum Probetraining in die Godshorner Schulturnhalle gegangen, nachdem meine Mutter einen Aushang gesehen hatte.“ Und Janik zeigte schnell, dass er was draufhat; der Grundschritt klappte gleich richtig gut.“ Und Janik entwickelte sich schnell, war mit 16 in der Hauptgruppe dabei. „Wir sind wie eine große Familie. Das ist nicht unbedingt der ganz große Konkurrenzkampf“, lobt er die Atmosphäre bei den Meisterschaften. Aber nichtsdestotrotz ist es natürlich ein Wettkampf: Sportlich schaffte er im vergangenen Jahr schon den fünften Platz, dieses Mal ging es ganz nach oben aufs Treppchen. Und nicht nur das: Im Duo mit seinem Partner Marcel Seidel von der Tanzschule TanzCentrum Kressler in Garbsen sprang der dritte Rang heraus, in der Gruppe der Fünfte. „Ich habe viele Schritte im Kopf, höre auf die Musik. Der Anfang muss richtig reinballern. Choreo und Impro, beides muss stimmen“, erzählt Janik Heinemann mit leuchtenden Augen. Und dann ist da noch der „Aufspringer“ ganz am Schluss, das so genannte I-Tüpfelchen. Ein Triumph, der in Garbsen zusammen mit seinen Kollegen und Trainer Patrick Jäger noch groß gefeiert wurde. „Ich war zwar nach dem Wettkampf komplett fertig, aber bei der großen Party wieder richtig fit“, sagt Janik Heinemann lachend. Aber auf seinen Lorbeeren will sich der 19-jährige Auszubildende keinesfalls ausruhen. Bald will er wieder hart trainieren, um seinen Titel verteidigen zu können. Erstes Ziel: Die Kicks noch mehr zu perfektionieren. Übrigens: Motivierte Jumper – egal, ob weiblich oder männlich – werden immer gesucht.