Der Auftakt einer langen Schreckenszeit

Die Delegierten der Stadt Bijeljina: Dragan Djurdjeric, Vorsitzender des Stadtrates Bijeljina (vorn), Samir Camic (hinten Mitte), Oberimam der muslimischen Gemeinde Bijeljinas, Ljubo Bogdanovic (hinten links) und Goran Nevic, Vertreter der serbisch-orthodoxen Kirche. Rechts im Bild die 2. stellvertretende Bürgermeisterin Ulrike Jagau und Bürgermeister Friedhelm Fischer.

Gemeinsames Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges

Langenhagen. Fast 70 Frauen und Männer hielten am 1. September für einen kurzen Moment inne. Abseits des sonnabendlichen Markttrubels erinnerten sie gemeinsam der Opfer des Zweiten Weltkrieges. Im Innenhof des Rathauses hatten Langenhagens Bürgermeister Friedhelm Fischer und seine 2. Stellvertreterin Ulrike Jagau im Rahmen einer kurzen Zeremonie geschildert, warum dieses Datum auch nach 73 Jahren noch als Gedenktag begangen wird. Der 1. September 1939 gilt als der Beginn des von den Nationalsozialisten provozierten Zweiten Weltkrieges. Ein deutsches Kriegsschiff hatte damals die Danziger Westerplatte, eine langgestreckte Halbinsel an der Ostseeküste, beschossen. Dieses war der Auftakt einer knapp fünf Jahre währenden Schreckenszeit, in der europaweit etwa 46 Millionen Menschen ums Leben kamen. Zu ihrem Gedenken legten Friedhelm Fischer und Ulrike Jagau gegen Ende der Zeremonie einen Kranz der Stadt Langenhagen an der Stele im Rathaus-Innenhof nieder. Ein zweites Gesteck kam von Vertretern Bijeljinas in Bosnien-Herzegowina. Delegierte der mit Langenhagen befreundeten Stadt hatten an der Zeremonie ebenso teilgenommen wie eine Gruppe von dort stammender Jugendlicher. Der Verein „Hilfe für das junge Leben“ hatte sie zu einem zweiwöchigen Besuch nach Langenhagen eingeladen.