„Der Austausch ist etwas ganz besonderes“

Nehmen am Austausch teil: Die Schüler und Lehrer aus Langenhagen und Nordirland.

Acht Jungen aus Nordirland sind zehn Tage lang zu Gast an der IGS Langenhagen – und absolvieren ein Kurzpraktikum

Langenhagen (lo). Bereits zum achten Mal sind seit vergangenen Donnerstag acht Schüler aus Nordirland zu Gast in Langenhagen. Die Schüler der Jungenschule St Columb's College lernen dabei aber nicht nur die Umgebung und das Schulleben an der IGS Langenhagen kennen, sondern absolvieren auch ein dreitägiges Kurzpraktikum. „Der Austausch ist daher auch etwas ganz besonders“, sagte Timo Heiken bei der Begrüßung der Austauschschüler. Und weiter: „Das ist nicht selbstverständlich. Daher freut es mich, dass wir es immer wieder hinbekommen und hoffe, dass der Austausch auch weiter gemacht wird.“
Darauf hoffen auch die beiden Lehrer Marion Lübbeke und Rudi Schwittay, welche gemeinsam mit den Schüler des zwölften Jahrgangs – vergleichbar mit dem zehnten Jahrgang in Deutschland – nach Langenhagen gekommen sind. „Ein Austausch ist in Irland nicht Gang und Gebe. Daher ist es immer schwierig, die Schüler zu überzeugen“, erläuterte Lübbeke. Und Schittay ergänzt: „Es ist auch in der Kultur verhaftet, dass man sich nicht Zuhause sondern außerhalb trifft. Umso toller ist es aber, dass der Austausch immer noch funktioniert.“
Gerade die Erfahrungen, welche die Schüler durch einen Austausch machen, können in vielerlei Hinsicht prägend sein. „Es bringt einen nach vorne. Und es entstehen auch viele starke Freundschaften, die auch bleiben“, sagte Tim Krechting, welcher erstmals den Austausch organisierte. Dahingehend hat er sich auch um die Praktika für die Austauschschüler gekümmert. „Ich habe diese nach Interessen organisiert und auch eine tolle Resonanz von den Betrieben bekommen.“ Die Schüler der IGS haben in der Zeit des Praktika regulär Unterricht. „Sie absolvieren dann im März in Nordirland ihr Praktikum“, erläuterte Krechting.
Für die Iren und die Langenhagener steht in der Zeit des Austausches aber noch einiges mehr auf dem Programm. So besuchen sie unter anderem die Mülldeponie in Lahe sowie das VW-Werk in Wolfsburg und fahren nach Hannover als auch Bremerhaven. Auf dem Plan steht außerdem noch der Besuch des Heimspiels von Hannover 96 gegen den FC Erzgebirge Aue. „Das haben sie sich gewünscht“, sagte Krechting. Für die zehn Tage gab Heiken den Schülern aber noch etwas mit auf den Weg: „Genießt die Zeit, tauscht euch aus und berichtet darüber.“