Der Baufortschritt ist immens

Hanno Hahn: "Wir liegen gut im Zeitplan."

Ende der Großbaustelle Nordtrakt im Langenforther Platz ist in Sicht

Langenhagen​. Noch ist die Eröffnungsfeier nicht terminiert, der Einzug der Johanniter-Unfallhilfe als Träger des neuen Jugendzentrums auch nicht. Und doch: Der Baufortschritt im Nordtrakt am Haus der Jugend ist immens, der Innenausbau in vollem Gange. „Wir liegen gut im Zeitplan und gehen von einer Fertigstellung am 24. August aus“, sagt Hanno Hahn vom Fachdienst Hochbau der Stadt Langenhagen. Er ist der Projektleiter für diesen nunmehr letzten Bauabschnitt rund um das alte Rathaus. „Natürlich kann sich immer etwas verzögern, denn es folgen noch Abnahmen und Begehungen“, sagt Hahn.
Das sich abzeichnende Ende der Großbaustelle am Langenforther Platz ist aber grundsätzlich durchaus eine gute Nachricht. Denn was 2013 mit der Sanierung des Südtrakts begann und sich 2017 mit dem Mitteltrakt fortsetzte, endet nun mit dem Umbau des Nordtrakts. Ein neuer Verbindungstrakt stellt den Übergang zwischen Mittel- und Nordbau her – und bietet noch viel mehr. Ein Aufzug sorgt ab sofort für Barrierefreiheit, bislang gibt es nur einen weiteren Lift im Südtrakt. Außerdem bietet der Verbindungstrakt einen zweiten Fluchtweg.
Im Innenhof des Hauses der Jugend befinden sich viele Autos der unterschiedlichen Gewerke. Dachdecker, Elektriker, Maler, Trockenbauer und Bodenleger, „und bald kommen auch die Tischler- und Sanitärfirmen“, sagt Hahn. Im Nordtrakt wird die Stadt zwar auch Räume beziehen, ansonsten wird dieser komplett von der Johanniter-Unfallhilfe genutzt. Die Rettungsorganisation ist ein sogenannter freier Träger der Jugendpflege. Sie betritt als solcher Neuland mit dem Betrieb des Jugendzentrums, dessen Vorgänger seit dem Abriss des Altbaus lange vermisst wurde. Sie will dort künftig offene Jugendarbeit, Hausaufgabenhilfe und Kinderbetreuung anbieten. „Wir sind mit der Johanniter-Unfallhilfe in enger Abstimmung, beispielsweise was die Bestellung von Möbeln angeht“, sagt Stadtsprecherin Sabine Mossig.
Im 100 Quadratmeter großen Erdgeschoss gibt es künftig einen Aufenthaltsbereich mit Tresen, Küche und Vorratsraum. Die erste Etage bietet auf 130 Quadratmetern mehrere Einzel- und Gruppenräume, dort bringt die Johanniter-Unfallhilfe beispielsweise Internetcafé und Hausaufgabenhilfe unter. Büroräume entstehen im etwa 80 Quadratmeter großen Obergeschoss.
Und was ist sonst noch zu tun? „Wir bekommen in den nächsten Wochen noch eine Wärmepumpe, damit können wir alle drei Trakte versorgen und sind für die Heizperiode gut gerüstet“, sagt Hahn. Nicht vergessen haben der Projektleiter und sein Team die Tierwelt: Im Mauerwerk unter den Giebeln enthält der Nordtrakt, nach Abstimmung mit dem NABULangenhagen, Nistkästen für Fledermäuse und Mauersegler.