"Der Bedarf wächst deutlich"

Die Bundestagsabgeordnete Caren Marks tauschte sich mit den Vertreterinnen der Mehrgenerationenhäuser aus.

Caren Marks: Mehrgenerationenhäuser brauchen verlässliche Förderung

Langenhagen. Leitung und Mitarbeiterinnen von rund 20 Mehrgenerationenhäusern aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben sich zum Erfahrungsaustausch in Berlin getroffen, wo im Rahmen eines Workshops auch eine Gesprächsrunde mit Caren Marks, der familienpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, auf dem Programm stand. Aus der Region Hannover nahmen Vertreterinnen der Mehrgenerationenhäuser Langenhagen, Pattensen und Hannover-Döhren an dem Besuch teil. „Abschied und Neubeginn – Rückblick und Zukunftsperspektiven“ lautete das Thema des Treffens. Hintergrund ist der auslaufende erste Förderzeitraum des Bundes und die Neuauflage des Programms, in dem statt 500 zukünftig nur noch 450 Häuser gefördert werden. „Der Bedarf wächst deutlich“, stellte Caren Marks fest. Für das neue Programm lägen 603 Bewerbungen vor, darunter allein 160 Neubewerbungen. „Mehrgenerationenhäuser sind wichtige Orte der Begegnung in den Kommunen, sie leisten vor Ort gute Arbeit für alle Generationen“, erläutert Marks. Die Vertreterinnen der Mehrgenerationenhäuser schilderten ihre vielfältigen Angebote, die bei steigendem Bedarf gut angenommen würden. Caren Marks wies darauf hin, dass die Mehrgenerationenhäuser als Begegnungsorte mit vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangeboten dazu beitragen, Problemsituationen vorzubeugen. „Die Mehrgenerationenhäuser haben ein großes Potenzial, Folgekosten für gesellschaftliche Fehlentwicklungen zu vermeiden“, sagte die Abgeordnete. Sie könnten sich indes nicht selbst finanzieren. „Hier ist auch das Land Niedersachsen gefragt, sich stärker finanziell zu engagieren“. Die Kommunen allein seien mit der Finanzierung überfordert. „Wir brauchen mehr und nicht weniger Mehrgenerationenhäuser“, stellte Marks fest. Drei Einrichtungen für die Region Hannover seien ohnehin viel zu wenig.