"Der Beruf muss zu einem passen"

Tag der Technik im Gymnasium Langenhagen

Langenhagen (dl). Der „Tag der Technik“ im Langenhagener Gymnasium ist ein Projekt des MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) Kooperationsnetzwerkes der Stiftung NiedersachsenMetall und erfuhr aufgrund der großen Resonanz im vergangenen Jahr am Dienstag eine Neuauflage. Die Nachfrage der Schüler war wegen des späten Termins so kurz vor den Ferien deutlich geringer als beim letzten Mal. Das Netzwerk, dem Betriebe, Schulen und Hochschulen angehören, hat sich eine „zielgerichtete Berufsorientierung gegen den Fachkräftemangel im naturwissenschaftlichen-technischen Bereich“ zur Aufgabe gemacht. Viele Ausbildungsverträge würden vorzeitig gelöst, weil die Jugendlichen oftmals ein anderes Bild von der beruflichen Realität hätten, so die Erfahrungen bei NiedersachsenMetall. Ähnliches gelte auch für diejenigen, die aus vergleichbaren Gründen ihr Studium abgebrochen haben. Barbara Schneider von NiedersachsenMetall empfiehlt daher den Bewerbern, soweit möglich vorab bei den Betrieben ein Praktikum zu absolvieren, wofür sich die Ferien naturgemäß besonders gut eignen würden. Es komme letztlich darauf an, dass der Beruf zu einem passe. Das Finanzielle sollte dabei nur das Zweitwichtigste sein, wie es der Fluglotse Thorsten Jüngel formuliert. Den Schülerinnen und Schülern der neunten bis zwölften Klassen von Realschulen, IGS und Gymnasien ermöglicht der Tag der Technik bereits in der Schule im Rahmen der Berufsvorbereitung mehr über technische Berufsfelder zu erfahren. Sie konnten sich vorher über die Themen informieren und je nach Interessenlage zur Teilnahme an den Fachvorträgen der Vertreter von Sennheiser, Reemtsma, MTU, der Deutschen Flugsicherung (DFS) und der Uni Hannover anmelden. Frank Plath, einer der Referenten, ist HF-Entwicklungsingenieur bei Sennheiser. Er gab den Schülern einen Einblick in seine Arbeit auf dem Gebiet der Hochfrequenztechnik mit den Fachgebieten Audio- und Mikrofontechnik. Sennheiser bietet neben Arbeitsplätzen im technischen Bereich auch vielfältige kaufmännische Fachgebiete wie Betriebswirtschaft, Einkauf und Marketing. Der Weg zum Techniker und Ingenieur führe nicht nur bei Sennheiser in der Regel über ein Hochschul- oder Fachhochschulstudium, sagt Plath und er rät den Jugendlichen, neugierig zu sein und technische Zusammenhänge zu hinterfragen. Er sieht auch entsprechende Hobbyaktivitäten als eine gute Grundlage für ein späteres technisch-naturwissenschaftliches Studium. In seinen Vorträgen über die Physik des Fliegens und die zwei -bis dreijährige Ausbildung zum Fluglotsen informierte Thorsten Jüngel seine Zuhörer über diesen interessanten wie verantwortungsvollen Beruf bei der DFS. Dazu bietet die DFS auch alle zwei Monate so genannte Berufsinformationstage an. Die Termine hierzu können unter der Telefonnummer (06103) 707 5149 oder –5155 oder über lotsenausbildung@dfs.de erfragt werden. Clemens Piering, Schüler der zehnten Klasse im Gymnasium Burgwedel, hat sich die Vorträge angehört und sagt: „Den technischen Bereich finde ich schon sehr spannend, aber auch ein kleinteiliges Arbeiten wie etwa bei den Zahntechnikern und Kieferorthopäden, bei dem ich mal ein Schulpraktikum gemacht habe, finde ich sehr interessant. Deshalb kämen für mich Firmen wie Sennheiser oder Kind Hörgeräte durchaus in Frage."