Der Einstieg in die Gesellschaft

Organisiert die Erstorientierungskurse: Zeljko Dragic. (Foto: O. Krebs)

Ex-Langenhagener Zeljko Dragic organisiert Erstorientierungskurse

Langenhagen (ok). Sie sind bei uns angekommen, wissen aber nicht, ob sie in Deutschland bleiben dürfen. Angesprochen sind in erster Linie Asylbewerber mit unklarer Bleiberechtsperspektive. Für sie organisiert unter anderem das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge so genannte Erstorientierungskurse (EOK). Kurse, in denen es aber nicht in erster Linie um das Erlernen der deutschen Sprache, sondern um Wertvorstellungen in unserem Land geht. „Es geht in erster Linie um Deutschland selbst“,sagt der frühere Langenhagener Zeljko Dragic vom Bildungswerk. Wie sieht zum Beispiel der Alltag aus, wie sind die Sitten und Gebräuche, was ist bei einem Arztbesuch zu beachten oder bei einem Behördengang? Projektkoordinator Zeljko Dragic: „Für mich sind die EOK-Kurse der Einstieg in unsere Gesellschaft. Die Teilnehmer haben die Möglichkeiten, die Werte und Normen in Deutschland kennen zu lernen.“ Jede einzelne Biografie der Flüchtlinge besteht aus Ängsten und Sorgen, aber auch aus Hoffnungen. Gesucht werden nicht nur Teilnehmer, sondern auch Dozenten. Voraussetzung: Bachelor, Lehrerberuf oder ein sozialer Beruf. Nähere Infos gibt es unter der Telefonnummer (0173) 6 06 54 38 oder unter zeljko.dragic@bnw.de. Geplant sind Kurse in Langenhagen, Wedemark und Großburgwedel. Der Kursus umfasst insgesamt 300 Stunden, in der Woche können zehn bis 25 Stunden laufen. Und: Es werden auch Räume gesucht.