Der Flächenbrand war diesmal nur eine Übung

Die Mitglieder der drei Wehren trainierten das Löschen des Flächenbrandes, um für den Ernstfall gewappnet zu sein.

Wehren aus Krähenwinkel, Kaltenweide und Langenhagen trainieren auf Stoppelfeld

Krähenwinkel/Kaltenweide/Langenhagen. Nach der erfolgreichen Übung innerhalb der eigenen Ortswehr im vergangenen Jahr folgte nun Teil zwei zum Thema Vegetationsbrandbekämpfung. Krähenwinkels Ortsbrandmeister Kai Jüttner lud Mitglieder der Nachbarwehren aus Langenhagen und Kaltenweide zur gemeinsamen Ausbildung ein. Der Ablauf war ähnlich und auch das Wetter spielte abermals mit. Nach einem kurzen theoretischen Abschnitt, bei dem Jüttner auf Themen wie den Waldbrandindex, Präventionsmassnahmen, die richtige Einsatzbekleidung sowie die besondere Bedeutung des Windes einging, wurde es dann ernst.
Mit ingesamt neun Fahrzeugen –  darunter fünf Löschfahrzeuge  – sowie über 40 Teilnehmern fuhr man auf ein Stoppelfeld ins Kaltenweider Einsatzgebiet. Hier ließ Jüttner mittels Gasbrenner einen Teil des Feldes entzünden um somit das Verhalten des Feuers zu erklären. In mehrere Kleingruppen ging es dann an die Brandbekämpfung. Als Schwerpunkte waren der richtige Umgang mit den sogenannten Feuerpatschen sowie der "Pump & Roll" Betrieb der Löschfahrzeuge gesetzt. "Pump & Roll" bedeutet, dass der Maschinist eines Fahrzeuges zeitgleich in Schrittgeschwindigkeit fahren kann, während parallel vom Dach oder neben dem Fahrzeug mittels Strahlrohr gelöscht wird.
Weiterhin demonstrierte Landwirt Edgar Schmidt-Nordmeier – ebenfalls Mitglied der Krähenwinkler Ortsfeuerwehr –, wie Treckerfahrzeuge mit angehängten Grubbern bzw. Scheibeneggen die Arbeit der Feuerwehr effektiv unterstützen können, in dem Schneisen zur Verhinderung einer Ausbreitung gezogen werden. Die letzten Flächenbrände im Einsatzgebiet Kaltenweide beweisen, dass die Taktik bzw. die Zusammenarbeit von Feuerwehr und Landwirten hervorragend funktioniert.
Nach über zwei Stunden war dann das Übungsende erreicht und alle Kräfte konnten zurück in die Wachen zurückkehren um Fahrzeug und Gerät wieder auf Vordermann zu bringen.
Kleiner Hinweis in eigener Sache: die Übung wurden zeitweise von einer Drohne "beobachtet", die Feuerwehr würde sich freuen, wenn sich der Besitzer mit uns in Verbindung setzen würde, damit man möglicherweise das Foto/Videomaterial austauschen kann.