"Der Frosch will keinen leeren Teich"

CDU will Umrüstung der Straßenbeleuchtung

Langenhagen. Mit dem Kommentar „Besser spät als nie“ meldet sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer zum Bericht "Hier leuchtet es modern" in der ECHO-Ausgabe vom 16. Februar, Seite 1. Darin wird die Umrüstung der Gehwegbeleuchtung auf LED-Technik beschrieben - eine Maßnahme, die nach Aussage von Heuer schon im Jahr 2009 hätte realisiert werden sollen.
„Bürgermeister Fischer kommt zu dem Schluss, dass eine Umstellung weiterer Leuchten derzeit unwirtschaftlich sei und das ist schlicht quatsch“, ärgert sich Heuer und weiter, „es gibt nur wenige Maßnahmen, die wirtschaftlicher sind als die Umrüstung von herkömmlichen, gelben Natriumdampflampen auf sparsamere, weiße LED-Module. Bauen im Passivhausstandard rechnet sich nach rund 20 Jahren, eine thermische Solaranlage nach rund 10 bis 15 Jahren, der Umbau der Straßenbeleuchtung nach 3 bis 5 Jahren. Was daran unwirtschaftlich sein soll, erschließt sich mir nicht." Er erläutert, dass die Stadt bereits mit einigen Lampen in der Amortisationsphase wäre, wenn sie der Empfehlung der CDU-Fraktion gefolgt wäre und, ohne Zwischenschritt über das gelbe Natriumlicht, gleich auf LED-Beleuchtung gesetzt hätte. Stattdessen seien die Stadtwerke Hannover damals als Berater hinzugezogen worden, die die Technik schlecht geredet hätten, obwohl auch damals schon Einsparungen von mehr als 50 Prozent möglich gewesen seien. „Das ist so, als ob ich den Frosch fragen würde, wenn ich den Teich leer pumpen will“, stellt Heuer fest, und so wundert ihn auch nicht, dass der Energieversorger der Stadt Langenhagen den Bürgermeister weiterhin in dem Glauben unterstützt, dass eine Umrüstung unwirtschaftlich sei, während immer mehr Städte und Gemeinden durch flächendeckende Umrüstung ihren Haushalt entlasten und so nebenbei auch noch den CO2-Ausstoß um bis zu 80 Prozent reduzieren. Neben einer sensationell frühen Amortisation gibt es, laut Heuer, viele weitere Vorteile: Durch das weiße Licht können Farben besser wahrgenommen werden und die regelmäßige Reinigung des Leuchtenkörpers entfällt, da durch das Farbspektrum kaum Insekten angezogen werden. Es gibt weniger Lichtverschmutzung durch gerichtetes Licht, da wo man es braucht, und deutlich geringere Wartungskosten, weil der regelmäßige Austausch des Leuchtmittels entfällt. „Alles Vorteile, die für einen umgehenden Einsatz von LED-Beleuchtung für Straßen und Stadtbeleuchtung sprechen“, ist sich Heuer sicher und ergänzt abschließend, dass es sicher nicht von Nachteil sei, dass die Umrüstung auch weiterhin finanziell gefördert würde.