Der Garten mit dem Wunderbaum

Tamara und Waldemar Wirch präsentieren stolz ihren Gewinnergarten.Foto: L. Schweckendiek

Goldener Spaten zum 34. Mal verliehen

Langenhagen (ls). In der „Kleingartenanlage Rennbahnblick“ wurde jetzt zum 34. Mal der so genannte „goldene Spaten“ verliehen. Dieses Jahr hatten Waldemar und Tamara Wirch mit dem Garten Nummer 67 die Ehre, den geschichtsträchtigen Preis entgegenzunehmen. Wie im vergangenen Jahr hatte die Jury, bestehend aus Kleingärtnern anderer Anlagen, den Garten des Ehepaares zum schönsten der insgesamt 74 Parzellen gekührt. Mit einem Meer von Blumen, einem Gemüsegarten mit Tomaten, Gurken, Salat und vielem mehr und einer Nutzfläche für die kleine Enkelin bot der Garten die perfekte Mischung, die zum Sieg verhalf. Außerdem waren ein paar besonders seltene Pflanzen, der ganze Stolz der Wirchs, wie zum Beispiel die „Birnenmelone“ und die Riezelnuss, zu deutsch „Wunderbaum“, ein echter Hingucker. Wirch erzählt stolz: „Wir haben die Riezelnuss in den Herrenhäuser Gärten gesehen. Sie war so schön, dass ich gleich los bin, um Samen zu kaufen. Seitdem gedeiht sie jedes Jahr aufs Neue.“ Schon zum zweiten Mal durfte Bürgermeister Friedhelm Fischer den Beiden den goldenen Spaten überreichen und das, obwohl sie ihren Garten erst seit drei Jahren gepachtet haben. „Wir verbringen jede freie Minute in unserem Garten. Er ist unser Hobby. Ob Winter oder Sommer ist egal. Zu Fuß brauchen wir zehn Minuten hierher.“ Doch auch der schönste Garten hat kleine Makel aufzuweisen. „Wir haben seit einiger Zeit einen Maulwurf. Wir haben schon viel ausprobiert, doch er lässt sich einfach nicht vertreiben.“ Dies änderte nichts an der Entscheidung der Jury. Den „Verein der Gartenfreunde Langenhagen“ gibt es seit dem Jahr 1951, die „Gartenanlage Rennbahnblick“ jedoch erst seit 1977. Der goldene Spaten wurde dann zwei Jahre später – 1979 das erste Mal – vergeben, gestiftet von dem damals amtierenden Bürgermeister Walter Bettges. Seitdem ist es die Aufgabe jedes Nachfolgers von Bettges, einmal im Jahr die Verleihung des Preises durchzuführen. Friedhelm Fischer eröffnete die Veranstaltung witzelnd: „Meine halbstündige Rede lasse ich wohl heute lieber in der Tasche.“ Neben der Übergabe des goldenen Spatens gab es dieses Jahr zum zweiten Mal den Damenpreis zu gewinnen, ausnahmslos für Frauen, die ihren Garten ohne Hilfe bewirtschaften. Die Ehre dieses Preises hatte dieses Jahr Marianne Kloss mit ihrem Garten Nummer 36. Gestiftet wurde der Damenpokal vom Ehrenvorsitzenden Heinrich Köller. Nach dem Fest hieß es dann wieder auf in die Gärten. Denn auch nächstes Jahr wird der Wanderpokal sich einen neuen Besitzer suchen.