Der Schritt in die Siebenzügigkeit

An der IGS Langenhagen ist jeder Schüler willkommen: Schulleiter Timo Heiken (von links), Oberstufenleiterin Regine Klinke und Oberstufenkoordinator Sven Schickerling. (Foto: O. Krebs)

IGS Langenhagen: deutlich mehr Schüler im nächsten elften Jahrgang

Langenhagen (ok). Er wird zumindest siebenzügig, das steht schon fest. Die Rede ist vom zukünftigen elften Jahrgang der IGS Langenhagen. Und sicher ist auch, dass alle Langenhagener Schüler ihren Platz sicher haben  egal, ob sie aus dem eigenen Haus oder von einer anderen Langenhagener Schule wie etwa der IGS Süd oder der Robert-Koch-Realschule kommen. "Eine Ausnahme bilden die Gymnasiasten, denn dort gibt es ja eine eigene Oberstufe", sagt Schulleiter Timo Heiken. So einen Run auf ihre Sekundarstufe II hat die Integrierte Gesamtschule im Stadtzentrum nach Auskunft der Oberstufenleiterin Regine Klinke schon lange nicht mehr verzeichnet. Gründe sind sicherlich der gute Ruf der Schule, aber vielleicht auch ein Stück Unsicherheit bei der Berufswahl in Corona-Zeiten. Gegen die zweite These sprechen allerdings die Zahlen an der IGS Langenhagen, denn IGS-Ausbildungslotsin Silke Meyer hat einen guten Job gemacht, und vielen Schülern Ausbildungsplätze. So sind es in diesem Jahr nur 55 Prozent der Zehntklässler, die in der IGS-Oberstufe ihr Abitur absolvieren wollen, im vergangenen Jahr waren es noch zwischen 60 und 65 Prozent. Konkret: 90 Zehntklässler haben sich für die Oberstufe angemeldet. Externe Anmeldungen gab es 123 - ein Drittel von der IGS-süd, ein Drittel von der RKS und ein weiteres Drittel von sonstigen Schulen. Räumlich, pädagogisch und personell sei die Herausforderung zu wuppen. Und die IGS muss sich in den nächsten Jahren ohnehin auf einen Zuwachs an Schülern einstellen, nach einer Prognose soll etwa 2027 mit rund 250 Schülern die Spitze des Eisberges erreicht sein. Der nächste elfte Jahrgang wird nicht nur wegen der hohen Schülerzahl ein besonderer sein: Es wird ein Modell gestartet, bei dem eine individualisierte Schülerlaufbahn im Blickpunkt steht. Auf dem Weg zum Abitur soll es auf Sonderwegen mehr Spielraum geben. So kooperiert die IGS beispielsweise mit der HBK, der Hochschule für bildende Künste, um kunstbegabte Schüler zu fördern. "Im Gegenzug könnte zum Beispiel auf Musikunterricht verzichtet werden", sagt Oberstufenkoordinator Sven Schickerling. Die Corona-Krise sei möglicherweise auch eine Zeit für Veränderungen.  Einen Wunsch hat Schickerling: Er hofft, dass die Einführungstage in Präsenz ablaufen könne, damit der neue elfte Jahrgang schnell zusammenwächst.