Der Schützenverein kann jetzt bauen

So soll der neue Schießstand in Kaltenweide einmal aussehen.

Rat genehmigt Zuschuss und Bürgschaft für neuen Kaltenweider Schießstand

Kaltenweide (ok). Ein 50-prozentiger Zuschuss in Höhe von 938.500 Euro sowie zusätzlich eine Bürgschaft der Stadt Langenhagen über 163.000 Euro. Die Gesamtkosten für dieses Projekt liegen bei ungefähr 1,9 Millionen Euro. Das Kämpfen des Schützenvereins Kaltenweide für ihren neuen Kleinkaliber- und Pistolen-Schießstand am Schützenhaus hat sich wirklich gelohnt. Und so blickt auch ein zufriedener Vorsitzender Axel Siebert auf den Abend der Ratssitzung zurück. „Die Politik stärkt mit dieser Entscheidung das Ehrenamt und trägt zu unserer Zukunftssicherung bei“, sagen Axel Siebert und sein Stellvertreter Jörg Engel im Gespräch mit dem Langenhagener ECHO. Vor zwei Generationen sei das Schützenhaus gebaut, dann aufgestockt worden und jetzt würden die Bedingungen erheblich verbessert. Und der Zeitpunkt sei genau der richtige, um nach vorn zu blicken. Die Mitgliederzahl sei in den vergangenen elf Jahren schon um mehr als ein Drittel gewachsen, mit verbesserter Infrastruktur werde sie noch weiter zunehmen. Ab Januar geht es dann in die Detailplanung; Ende des Jahres soll dann möglichst der Spatenstich für den zweistöckigen Bau mit zwei Schießständen für Gewehr und Pistole sowie Aufenthaltsräumen über die Bühne gehen. Die Langenhagener Politiker erkennen den hohen Stellenwert des Vereins in Kaltenweide an, weichen auch nicht zuletzt deshalb von der sonst üblichen Drittelfinanzierung ab, weil die neue Anlage allen interessierten Langenhagener Vereinen wie eine Art Leistungssportzentrum zur Verfügung gestellt werden soll. Konsequent agierte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Dirk Musfeldt, selbst Kaltenweider Schützenbruder, bei der Abstimmung. Er stimmte in seiner Funktion als Ratsmitglied gegen den 50-prozentigen Zuschuss, weil er darin eine Bevorzugung der Schützen sieht. Bei der Frage nach der Bürgschaft enthielten sich die Grünen aber und machten so den Weg frei für diese zusätzliche Sicherheit. Axel Siebert und seine Schützen haben ja schon eine Menge Eigeninitiative an den Tag gelegt, unter anderem Lose bei Tombolas auf den beiden vorigen Schützenfesten für dieses Projekt verkauft. „Und die Suche nach Sponsoren geht weiter“, verspricht der Schützenhauptmann.