„Der Wald ist unser Gruppenraum“

Lieben die Natur: Die Kinder der Waldgruppe mit den Erzieherinnen Teresa Johst (links), Patricia Aselmann mit Maskottchen Krah und Leiter Julian Fedrowitz. (Foto: O. Krebs)

Waldkindergartengruppe Rehkids ist im März an den Start gegangen

Kaltenweide (ok). Mit der Schöpfung fängt alles an, und sie hat für einen christlichen Kindergarten natürlich eine große Bedeutung. Und wo kann die Schöpfung besser gesehen und wahrgenommen werden als im Wald oder in der Natur? Die Kinder der Waldkindergartengruppe Rehkids des Trägervereins Febel im Kananoher Forst, die am 1. März an den Start gegangen ist, erleben und erforschen Tag für Tag mit ihren eigenen Sinnen die Natur, lernen, dass der Wald für alle kleinen und großen Lebewesen und auch für die Pflanzen schützenswert ist. „Der Wald ist unser Gruppenraum“, sagt Leiter Julian Fedrowitz. Die Schöpfung sei uns anvertraut worden und müsse eben auch erhalten werden. Aber die Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren lernen auch die Umwegsamkeiten des Waldes und darüber hinaus ihren eigenen Stellenwert kennen. Fedrowitz: „Eine gute Selbsteinschätzung hiflt, nicht alles für selbstverständlich zu halten.“ In der Wald- und Naturpädagogik spielt auch der Verlauf der Jahreszeiten eine große Rolle. Die bislang zwölf Kinder entdecken aber auch ihre Grenzen, wissen, dass sie nicht so einfach durchs hohe Gras oder alles in den Mund nehmen dürfen. Betreuung ist im Moment noch täglich bis 13 Uhr. Wenn es richtig heftig stürmt, gibt es im Margeritenhof für den Fall der Fälle einen Notraum. Aber Fedrowitz startet jeden Vormittag auch noch einmal einen Kontrollgang, schaut beispielsweise nach Totholz. Am Stell gibt es aber auch einen Bauwagen, in dem gebastelt, gemalt, getuscht oder einfach nur aus Büchern vorgelesen wird. Die Eltern sind von der Freiheit und Weitläufigkeit für ihre Kinder in Verbindung mit der christlichen Erziehung jedenfalls begeistert. Seit 22. Juni ist wieder Normalität eingekehrt, die Zeit der Notgruppe beendet. Und wenn alles nach Plan läuft, soll im September die große Eröffnungsfeier stattfinden, die wegen der Corona-Pandemie verschoben werden musste.