Der Weg ins richtige Leben

Neuland für die Schüler: die Eins-zu-Eins-Situation im Vorstellungsgespräch. (Foto: O. Krebs)

Bewerbungsprojekt mit 30 Firmen und Unternehmen an der IGS Langenhagen

Langenhagen (ok). Der erste Eindruck ist entscheidend – diese Erfahrung mussten jetzt auch 180 Schülerinnen und Schüler der IGS Langenhagen machen, die im Bewerbungsgespräch 30 Personalverantwortlichen aus mittleren und größeren Betrieben und Unternehmen aus Langenhagen gegenübersaßen. „Neu dabei sind zum Beispiel die Firmen Hasenjäger, TUI und Mc Donald's“, sagt Anke Kaiser, die den Fachbereich Arbeit, Wirtschaft, Technik an der IGS Langenhagen leitet. Auch die Leibniz-Universität in Hannover bietet diverse Ausbildungsplätze an. Stammgäste an der IGS sind zum Beispiel Expert, aber auch der Maler Sensing. Ansonsten Speditionen, Handwerk, Banken und Versicherungen. Eben eine bunte Mischung. „Aus diesem Projekt haben sich auch schon reale Bewerbungen entwickelt“, weiß Anke Kaiser. Diesmal gehen sie aber allesamt an die IGS Langenhagen GmbH, z.H. Frau Kaiser. Die Schüler wählen einen Ausbildungsplatz nach Wunsch; die Personalverantwortlichen stellen sich auf unterschiedliche Berufsfelder ein. Ein PC-gestützter Eignungstest gehört natürlich auch zu einem Bewerbungsverfahren; Allgemeinwissen, Politik/Wirtschaft, Mathematik und Deutsch werden zum Beispiel geprüft. Anke Kaiser: „Aber alle Fragen können gar nicht in der Zeit beantwortet werden. Stressresistenz und Frustrationstoleranz spielen dabei auch eine ganz große Rolle.“ Von den Personalern gab es klare Ansagen und Rückmeldungen, wenn eine Bewerbung noch nicht einmal für eine Einladung gereicht hätte, weil sie den formalen Anforderungen nicht genügte. Ein Wink mit dem Zaunpfahl zur rechten Zeit. Oder wie es Sozialpädagoge Andreas Anders ausdrückte: „Willkommen im richtigen Leben!“ Und eins ist auch deutlich geworden: Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz stehen so gut wie selten zuvor; qualifizierte Bewerber werden überall händeringend gesucht.