Diamantenes Glück

Wilhelmine und Otto Wike in der Mitte mit ihren Töchtern Angelika (links) und Karin (rechts). (Foto: G. Gosewisch)

Otto und Wilhelmine Wike feierten Hochzeitstag

Langenhagen (gg). Mit glücklichen Gesichtern strahlten Otto und Wilhelmine Wike als Ulrike Jagau ihnen als stellvertretende Bürgermeisterin die Gratulation zur Diamantenen Hochzeit im Namen der Stadt Langenhagen überbrachte und die Grußworte des Niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann verlas. Gerne feierten sie ihr Jubiläum, wenn auch nur in kleinem Kreis. In früheren Jahren wurde zum Hochzeitstag ganz groß eingeladen, denn es gab immer einen doppelten Anlass: die Eltern von Wilhelmine Wike, Reinhardt und Wilhelmine Franke, hatten ihren Hochzeitstag ebenfalls am 8. Januar, allerdings versetzt um 25 Jahre. „Nun ist uns nicht mehr nach großen Einladungen zumute, wir haben inzwischen einige Trauerfälle zu verkraften“, erklärte Otto Wike. In den letzten Jahren waren das neben den Eltern seiner Frau fünf seiner Geschwister. Wertvoll ist für das Ehepaar, dass die beiden Töchter Angelika und Karin auch in Langenhagen leben. Während Angelika in Gartow bei Gorleben aufgewachsen ist, hat Karin als 15 Jahre jüngere Schwester reine Langenhagener Wurzeln, denn die Eltern sind schon bald nach der Hochzeit umgezogen. Otto Wike konnte in Hannover als Tischler Arbeit finden.
Die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg gemeinsam gemeistert zu haben, war der Wegweiser für die weiteren gemeinsamen Jahre. „Es war eine schlimme Zeit, aber trotzdem auch eine schöne. Es gab wenig zu kaufen“, erinnert sich Wilhelmine Wike und weiß noch genau, mit welchen Geschenken ihr Mann sie verwöhnt hat. Darunter Kleinigkeiten wie Schokolade, die in der Nachkriegszeit aber Rarität war. „Kennengelernt haben wir uns auf dem Sportplatz“, erwähnt Otto Wike und weiter, „ihre schönen Beine sind mir gleich aufgefallen.“ Zum Erfolgsrezept gibt Wilhelmine Wike gerne Auskunft: „Mit viel Geduld und sparsam haben wir gemeinsam unser Leben aufgebaut. Man darf nicht so schnell aufgeben.“ Nun genießen sie, beide 84 Jahre alt, bewusst ihren Ruhestand, machen gemeinsame Spaziergänge. Dann kehren sie für eine Tasse Kaffee auch gerne in die Markthalle ein.