„Die Arbeit geht nie zu Ende“

Beim TSV KK zu Hause: Hans-Joachim Ferle.Foto: O. Krebs

Hans-Joachim Ferle und sein „zweites Wohnzimmer“

Krähenwinkel (ok). 72 Jahre und dabei noch richtig drahtig – Hans-Joachim Ferle, der bei den Uhus – der Truppe des TSV KK, die sich spaßeshalber „Unter 100“ nennt – kickt, macht noch manch Jüngerem sportlich etwas vor. Aber auch auf der handwerklichen Ebene ist der Senior ein richtiges Ass. Kenntnisse und Fähigkeiten, die für den Sportverein aus dem Norden Langenhagens Gold wert und überhaupt nicht zu bezahlen sind. Ob Türen, Fenster, Dachstuhl oder Tische – es gibt eigentlich nichts, was Ferle nicht kann. So hat er für die Schiedsrichter in der „Mehrzweckhalle“ zum Beispiel den Umkleideraum mit Sitz- und Schreibmöglichkeiten hergerichtet. Die Schalensitze der Auswechselbänke auf dem A-Platz stammen von der Rennbahn – Hans-Joachim Ferle hat sie installiert. Ob Überdachungen, Schutzhütten, Vorbau oder der Sechs-Eck-Pavillon – die Arbeit mit Brettern und Balken ist das Metier Hans-Joachim Ferles. Das nächste Projekt: Der Aufbau eines Blockbohlenhauses für die Sportabzeichen-Abnahme wird voraussichtlich am 1. Juni in Angriff genommen. Was Ferle ziemlich ärgert: Auf dem D-Platz gibt es zwei Auswechselkabinen mit einer Glasverkleidung. Ferle angesäuert: „Leider haben liebe Mitmenschen schon enormen Schaden angerichtet, sodass ich gezwungen bin, alle Schalensitze auszubauen und durch starke Bohlen zum Sitzen zu ergänzen. Die Arbeit geht nie zu Ende.“ Und als wenn er noch nicht genug zu tun hätte, ist Ferle für die Sportabzeichenabnahme im Verein zuständig, legt es natürlich noch selbst ab und pfeift obendrein noch bei den A- und B-Junioren. Also: Die Sportanlage des TSV KK am Waldsee als zweites Wohnzimmer Ferles zu bezeichnen, grenzt fast schon an Untertreibung.