Die Besonderheiten eines Aktivspielplatzes

Gemeinsam im Abenteuerland: Reinhard Grabowsky, Ortsbürgermeister in Kaltenweide (von links), Thorben Noß, Leiter des Amts für Kultur, Jugend Und Sport. Lothar Pätz, Hendrik Hoppenstedt und Gabi Spier.  (Foto: D. Lange)

Hendrik Hoppenstedt macht Station im Abenteuerland

Langenhagen (dl). Politikern sagt man ja manchmal nach, sie lebten fernab der Realität in ihren Büros und Parlamenten und wüssten nicht, was ihre Wähler beschäftigt und ihnen wichtig ist. Deshalb sind sie in ihrer sitzungsfreien Zeit im Sommer gerne in ihren Wahlkreisen unterwegs, um sich selbst ein Bild machen zu können. Seit Jahren schon nutzt auch Hendrik Hoppenstedt, CDU Bundestagsabgeordnete aus Großburgwedel die Gelegenheit, auf seiner Sommertour, die in diesem Jahr aus Zeitgründen kürzer ausfallen muss als sonst, durch die Region zu reisen, dabei Betriebe und Einrichtungen kennenzulernen und Eindrücke zu sammeln. Am Donnerstag machte Hoppenstedt im Rahmen seiner Tour Station auf dem Natur- und Aktivspielplatz Abenteuerland, der, unweit des Silbersees gelegen, eine lange Geschichte vorweisen kann. Bereits in den 70erJahren gab es an selber Stelle schon einmal einen naturbelassenen Abenteuerspielplatz. Vom anfänglichen Enthusiasmus blieb nicht viel übrig, sodass der Platz mangels Eigeninitaitive der Beteiligten nach einigen Jahren wieder verfiel und geschlossen wurde. Erst 2008 erfuhr der Abenteuerspielplatz eine Renaissance und wurde, nicht zuletzt dank der Initiative des heutigen Bürgermeisters, wiederbelebt. Dazu wurde der Verein Abenteuerland mit derzeit 36 Mitgliedern ins Leben gerufen, der auch heute noch den Platz betreibt. Das Abenteuerland ist ein Natur- und Aktivspielplatz, der von vier hauptamtlichen, fachlich qualifizierten Pädagogen betreut wird, eine Arbeit, die mit Ehrenamtlichen nicht zu leisten wäre und daher Geld kostet. Unterstützt und finanziert wird das Abenteuerland zum einen von Sponsoren, die mit Sach- und Geldspenden helfen, von weiteren Spenden, auch in Form von Arbeitsleistungen und den Mitgliedesbeiträgen von 24 Euro pro Jahr. Darüber hinaus leistet die Stadt einen jährlichen Zuschuss von 3.800 Euro. Spenden und Zuschüsse einzuwerben, auch für einzelne Projekte oder Anschaffungen, gehört somit zu den Hauptaufgaben des Vorstands. Von der Politik wünscht sich Lothar Pätz, Vorsitzender des Vereins, eine Angleichung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, welche die Besonderheiten eines Aktivspielplatzes im Vergleich zu anderen Spielplätzen, beispielsweise in Bezug auf die Haftungsrisiken stärker berücksichtigt. Das weitläufige, naturbelassene Gelände mit Sträuchern und Bäumen bietet den Kindern Raum und Möglichkeiten für eigene Ideen zum Spielen, für Abenteuerspiele und kreative Aktionen in der Natur, wozu ihnen die Betreuer den pädagogischen Rahmen geben. Ein immerwährendes Problem stellt für das Abenteuerland allerdings der häufig völlig sinnlose und von reiner Zerstörungswut geprägte Vandalismus dar. Da wird ein Bauwagen aufgebrochen, der völlig leer ist, wovon man sich mit einem Blick durch das Fenster leicht hätte überzeugen können..Ein anderer Bauwagen, in dem Tische und Sitzbänke lagern, wird aufgebrochen, aber nichts geklaut. Dementsprechend ramponiert sehen die Türen aus. Dafür werden quasi im Wochentakt rund um das Gelände die Schilder abgeschraubt, die das Abenteuerland als Privatgelände ausweisen. Deshalb hier die aktuellen Öffnungs- und Betreueungszeiten: Freitags von 16 bis 19 Uhr und sonnabends von 10 bis 13 Uhr.