"Die Demokratie ist zerbrechlich"

Das Wort Frieden in mehreren Sprachen: ein Ziel für die ganze Welt. (Foto: O. Krebs)

Offene Gesellschaft spricht sich gegen Angst, Hetze und Fake-News aus

Langenhagen (ok). Ein Zeichen für Freiheit, Respekt, Frieden und Toleranz hat jetzt die Offene Gesellschaft Langenhagen mit einer Kundgebung auf dem Marktplatz gesetzt. Mitglied Linda Töllner fragt sich, warum diese für sie so selbstverständlichen Werte nicht für alle selbstverständlich sind. Kritik, die sich gegen den russischen Kriegstreiber Wladimir Putin, aber auch gegen die Impfskeptiker und Coronaleugner in der Bevölkerung richtet. Sowohl der verheerende Krieg in Osteuropa als auch die Corona-Pandemie seien Ereignisse, für die es keine einfachen Lösungen, kein Patentrezept gebe.Es zeige sich aber, wie zerbrechlich die Demokratie sei, sagte Andrea Hesse von der Offenen Gesellschaft. Sie müsse gelernt und immer wieder gestärkt werden. Jeder müsse gleichermaßen beachtet und wertgeschätzt, Solidarität gelebt werden. Andrea Hesse machte deutlich, dass sich die Coronaleugner von den Extremisten abgrenzen müssen, sie in Sachen Verschwörungstheorien Parallelen zwischen den so genannten Spaziergängern und auch bei den Freien Sachsen, die beim Ukraine-Kronflikt von "Kreigspropagada der NATO-Staaten" sprachen. Begeistert ist sie von der Solidarität hierzulande für die Geflüchteten aus der Ukraine, aber sie mahnte auch, die Menschen aus Syrien, Afghanistan und Afrika nicht zu vergessen und für sie die Arme offenzuhalten. Die Offene Gesellschaft spricht sich klar gegen Angst, Hetze und Fake-News aus und Stadträtin Eva Bender hob hervor, dass Demokratie auch bedeute, auf Augenhöhe zu debattieren, zu diskutieren und auch zu verhandeln. Der hannoversche Soziologe Oskar Negt habe schon gesagt, dass Demokratie die einzige Staatsform sei, die wir immer wieder lernen müssten.