Die die sauberen Furchen ziehen

Harm Reßmeyer schlug sich mit seinem Oldtimer wacker.Foto: O. Krebs

Beet- und Drehpflüger trafen sich zum Kreisentscheid

Krähenwinkel (ok). Nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch ein bestimmtes kompositorisches Vermögen waren gefragt; Mike Ehrhardt aus Krähenwinkel zog beim Leistungspflügen auf dem zwölf Meter breiten und 70 Meter langen Beet die geradesten Furchen mit der richtigen Tiefe von 22 Zentimetern. Zwei Stunden hatte jeder der insgesamt 14 Teilnehmer für insgesamt drei Umgänge. Ganz wichtig ist auch der Abschluss: "Der muss bündig und sauber sein, das Ganze ein harmonisches Bild ergeben", erläutert Heinrich Dusche, Vorsitzender der Pflügergemeinschaft Kaltenweide, die für den diesjährigen Kreisentscheid auf die Fläche des "Erdbeerparadieses" in Krähenwinkel gegangen ist. Moderne Schlepper und Pflüge waren genauso vertreten wie Oldtimer. Harm Reßmeyer war zum Beispiel mit einem Allegeier-Traktor aus dem Jahre 1952 dabei; der Pflug hat sogar noch 20 Jahre mehr auf dem Buckel.
Am Ende reichte es zwar nur für Platz 7, aber Sohn Lutz hielt die Familienehre mit dem Silberrang hoch.
Aber nicht nur die Beetpflüger waren am Start, sondern auch die Drehpflüger, die mit dem Pflug in beide Richtungen arbeiten können.
Von daher sind die Anforderungen natürlich höher, was die Figuren auf dem Feld angeht. "Die Drehpflüger müssen auch diagonal pflügen und über Kreuz, sodass Quadrate entstehen", beschreibt Heinrich Dusche das Vorgehen plastisch. Fazit: Ein Wettbewerb, der neben der Beherrschung des täglichen Arbeitsgerätes unheimlich viel Akribie und Fingerspitzengefühl erfordert, und stark an die Praxis angelehnt ist.