Die Europa-Markthalle als Einbahnstraße

Kontrolliert mit seinem Team sporadisch und nach konkreten Hinweisen in der Markthalle: Abteilungsleiter Boris Ehrhardt. (Foto: O. Krebs)

Ordnungsamts-Chef Boris Ehrhardt sieht keine Verstöße im „Bauch Langenhagens“

Langenhagen (ok). Werden die strengen Corona-Auflagen, die nicht nur Mund-Nase-Schutz und Abstand beinhalten, in der Europa-Markthalle etwa nicht eingehalten, ein besorgter ECHO-Leser sprach sogar von der „größten Kneipe Langenhagens“. Boris Ehrhardt, im Langenhagener Rathaus für die Abteilung Sicherheit, Ordnung und Umwelt zuständig, kann das bislang nicht bestätigen. Glücklicherweise, denn ein Infekt mit Covid 19 könne durchaus verheerende Folgen für die gesamte Halle haben. Das liege dann aber in der Hand des Gesundheitsamtes. „Wir kontrollieren hier sporadisch, aber durchaus auch nach konkreten Hinweisen.“ Bisher sei alles in Ordnung gewesen. Bei der jüngsten Kontrolle hätten alles Betreiber noch einmal zur Erinnerung die DEHOGA-Regeln in die Hand gedrückt bekommen, bei denen es sich zum Teil ja auch um Empfehlungen handle. Die Langenhagener Gastronomen Dirk Breuckmann und Cord Kelle haben daran maßgeblich mitgearbeitet. Die Mitarbeiter und Gäste tragen nach Aussage Ehrhardt alle den vorgeschriebenen Mund-Nase-Schutz, Mitarbeiter zusätzlich Handschuhe. Die Abstände von zwei Metern zwischen den Tischen würden eingehalten und auch die Abstände von 1,50 Meter zueinander. Auf den Tischen sind QR-Codes als Alternative zu Speisekarten angebracht. Wo die Tische zu dicht zueinander stünden, seien sie abgeklebt. Die Tische seien blank, Zucker, Salz, Pfeffer, Essig und Öl fehlten. Aber Boris Ehrhardt hat auch Verbesserungsvorschläge: „Sinnvoll wäre sicherlich auch eine Einbahnstraßen-Regelung mit Pfeilen in der Markthalle. Und an den vier Türen könnten wir zwei Ein- und zwei Ausgänge installieren.“ Vorschläge, die mittlerweile umgesetzt seien. An den Wänden könnten noch Desinfektionsspender angebracht werden; ein ECHO-Leser will beobachtet haben, das die Maskenpflicht sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Gästen nicht immer korrekt eingehalten werde. Auch die vorgeschriebene Meldepflicht klappe nicht immer reibungslos. Es sollen noch größere Hinweisschilder an den Türen in Sachen Abstände und Mund-Nase-Schutz angebracht werden. Die Toiletten werden durch einen PIN-Code gesichert, auch dort muss genügend Platz zwischen den Urinalen sein. Die separate Kneipe in der Ecke durfte nach Lockerung der Auflagen als letztes starten. Boris Ehrhardt lobt die einzelnen Standbetreiber: „Sie verhalten sich durchaus kooperativ.“ Sie Außengastronomie ist bei dem schönen Wetter sehr gut besucht. Hier sind einige Tische, die nicht benutzt werden dürfen, gekennzeichnet. Aber luftig geht es dort gerade an heißen Tagen dennoch nicht zu.