Die Hoffnung und den Mut nie verlieren

Mitglieder des Integrationsbeirats mit dem Autor Philip Oprong Spenner: Justyna Scharlé (von links), Diar Sarkan, Philip Oprong Spenner, Frédérique Anthierens, Hamidou Bouba, Erwin Eder und Ute Mau.

#offen geht - Interkulturelle Woche in Langenhagen

Langenhagen. Auf Einladung des Integrationsbeirats und der Volkshochschule Langenhagen zur Interkulturellen Woche erzählte der Buchautor Philip Oprong Spenner am vergangenen Mittwoch von seiner Zeit in der Hölle als er als Straßenkind in Kenia ums Überleben kämpfen musste.
Dank der geltenden 2G-Regeln konnten 38 Personen online und in Präsenz den rührenden Geschichten aus seiner Biografie "Move on up" folgen. "Ich wurde als Kind geschlagen, misshandelt und musste hungern. Manchmal hatte ich drei Tage nichts gegessen. Da ich mir keine Schuhe leisten konnte, wurden meine Füße nachts regelmäßig von Ratten angeknabbert. Hunger und Gefahren waren meine ständigen Begleiter. Eines Tages konnte ich nicht mehr. Ich wollte meinem Leben ein Ende setzen und von einem Fels springen, um nicht mehr leiden zu müssen. Da war ich gerade 10 Jahre alt" - berichtete Oprong Spenner aus seiner Kindheit.
Doch hat er Kraft und Hoffnung gefunden, um weiter zu kämpfen. Sein Kampf fand ein Happyend. Dank Glück, viel Fleiß und vor allem einer Chance auf Bildung durch eine Patenschaft konnte er seinem tragischen Schicksal entkommen.
Heute lebt der glückliche Familienvater in Hamburg und arbeitet als Lehrer. Durch seine Biografie und Lesungen macht er auf das tragische Schicksal vieler Straßenkinder in Kenia und Uganda aufmerksam. Er setzt sich für Bildungschancen der Waisenkinder ein, um so für die jungen Menschen Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort zu ermöglichen.
"Wir dürfen die Augen vor dem Leiden der Schwächsten nicht verschließen", betonte Frédérique Anthierens, die stellvertretende Vorsitzende des Integrationsbeirats, die durch den Abend geführt hat. "Wer die Möglichkeit hat, soll helfen. Das diesjährige Motto der Interkulturellen Woche "#offen geht" gilt über die Grenzen hinaus".
Wer Bildung für Kinder in Uganda fördern will, kann sich an den Langenhagener Verein Kuyamba - Kinderhilfe Uganda wenden. Der Verein kooperiert mit dem Gymnasium Langenhagen und vermittelt Bildungspatenschaften, um jungen Menschen den Weg aus der Armut in ihrem Heimatland zu ebnen. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.kuyamba.de.