Die Ideen kommen oft von allein

Zeigen einige ihrer Lieblingsstücke (von links): Eckhard Rippke, Margrit Marei und Detlev Wiepen.

Drei Künstler präsentieren gelungene "Kunst im Garten in vier Wänden"

Kaltenweide (ok). Sie sind alle drei unterschiedlich, was das Künstlerische angeht, aber gerade das macht den Reiz ihrer Ausstellung "Kunst im Garten in vier Wänden" aus, die in diesem Jahr zum zweiten Mal mit großem Erfolg und vielen Besucherinnen und Besuchern in Kaltenweide über die Bühne gegangen ist. Hausherrin Margrit Marei leidet seit einigen Jahren an Schwerhörigkeit, findet über die Malerei Ruhe, Kraft und Ausgeglichenheit. Spontan findet sie über Schlüsselwörter Themen, skizziert diese und bringt sie dann mit verschiedenen Techniken zu Papier. In diesem Jahr war es die Veränderung der Welt und auch die politischen Grenzen, die vorherrschen, die die Hobbykünstlerin als ihren Schwerpunkt gewählt hat. Sie hat dieses Motiv in Frottagen aufgegriffen, aber auch in einem so genannten Triptychon, in dem Disteln als Grenzen im Mittelpunkt stehen. Ihr Bruder Eckhard Rippke hat sich der so genannten Tagträumerkunst verschrieben, weiß zu jedem der Objekte, die er zum Beispiel aus Holz oder verrostetem Metall erstellt hat, eine kleine Geschichte zu erzählen. "Die entsteht bei mir im Kopf", so Rippke, der sich in diesem Jahr thematisch mit Piratensendern beschäftigt hat. Hinter diesen Geschichten, die Rippke künstlerisch umsetzt, stehen immer Menschen, viele Objekte entstehen spontan aus altem Werkzeug, werden mit anderen Materialien verfeinert. Er bezeichnet sich selbst als Autodidakt, bei dem "die Ideen von allein kommen müssen". Detlev Wiepen hat sich der Fotografie verschrieben, sein Können in vielen Kursen verfeinert. Er streift nicht nur in der Ferne mit der Kamera durch die Lande, sondern findet viele lohnende Motive auch in der näheren Umgebung, etwa am Lönssee oder in Evershorst. "Wichtig ist es für mich Natürliches aus unterschiedlichen Sichtweisen festzuhalten", sagt Wiepen, der oft auch die Liebe zum Detail entdeckt und dessen Bilder teilweise wie gemalte Kunstwerke aussehen. Ein Verdienst des Fotografen, der es schafft, scharfe Konturen – auch eine Art Grenzen – in die Motive einzubinden. Drei Künstler mit einer unterschiedlichen Herangehensweise und ganz verschiedenen Resultaten, die auf ihre Art und Weise für sich alle erstaunlich sind.