Die IGS Süd wird Tabletschule

Schüler der Klassen eins bis zehn lernen mit iPads

Langenhagen. Die IGS Süd wird digital – ab dem kommenden Schuljahr werden die Schüler der IGS Süd von Klasse eins bis zehn mit iPads lernen. Als technischen Partner  hat sich die Schule die gemeinnützige AFB ins Boot geholt.
Man haben sich für Apple-Geräte entschieden, weil Software und Hardware aus einer Hand
komme, sagt Schulleiterin Mascha Brandt. „Das funktioniert einfach gut“, sagt sie. Es sei im
Schulalltag sehr wichtig, dass sich Schüler und Lehrkräfte nicht groß mit der
Bewältigung technischer Probleme aufhalten müssen, sondern die Endgeräte zuverlässig
einsetzen können. Whiteboards, Stifte und Papier werden aber nicht abgeschafft. „Das
Tablet soll ein zusätzliches Werkzeug sein“, sagt Brandt. Es werde da eingesetzt, wo es auch
wirklich Sinn ergibt, so die Schulleiterin. Gerade in der Grundschule könne für das
Schreibenlernen oder Rechnen nicht auf Stift und Heft verzichtet werden.
Für die Organisation und Umsetzung hat sich die Schulleitung der IGS Süd mit der AFB einen
erfahrenen Partner gesucht. Die gemeinnützige Gesellschaft wird die technische Umsetzung
und Unterstützung übernehmen. Über das Unternehmen können die Eltern auch die iPads
bekommen. Die Anschaffung kostet laut Brandt rund 500 Euro – die Geräte können gemietet
oder gekauft werden. Rund 14 Euro im Monat kostet ein iPad mit Stift und einer
Versicherung gegen Verlust, Diebstahl oder Beschädigung.
Das zu Beginn nicht gleich alles „perfekt“ laufen werde, weiß auch Schulleiterin Brandt. „Wir
müssen Erfahrungen sammeln und unsere Arbeit dann weiterentwickeln.“ Die Vorteile des
digitalen Lernens überwiegen. „Die Schüler können zum Beispiel mit Lernvideos und
bestimmten Lernapps viel individueller in ihrem Tempo arbeiten“, sagt eine Lehrkraft. Das
sei der große Vorteil beim Lernen mit iPads, so der Pädagoge.
Die Schulgemeinschaft steht hinter dem digitalen Weg. „Wir haben die Schritte immer eng
mit dem Schulelternrat abgestimmt“, sagt Brandt. Natürlich habe es auch Bedenken und
zahlreiche Fragen gegeben, aber am Ende hätten die Eltern immer mehrheitlich hinter dem
Vorhaben der der Schule gestanden. Ebenso wie die Stadt Langenhagen. „Die IT-Abteilung
und der Chief Digital Officer der Stadt waren immer offen für unsere Ideen und haben uns
bei der Umsetzung unterstützt“, sagt Mascha Brandt.
Für die Lehrkräfte der IGS Süd kommt man an dem Einsatz von iPads im Unterricht nicht
vorbei. „Wenn man in Zeiten der Digitalisierung so ein Werkzeug für den Unterricht zur
Verfügung hat, wäre es doch fahrlässig, es nicht zu nutzen“, sagt eine Lehrerin. Es gehe
schließlich auch darum, die Schüler auf das Arbeitsleben vorzubereiten: „Da kommt
heutzutage keiner mehr ohne digitale Geräte aus“, sagt sie. Das sehe man ja auch in der
Schule.