Die Philosophie des Modulbaus

Grüne besichtigen zweigeschossiges Bürogebäude an der Holstenstraße

Langenhagen. In den Langenhagener Gewerbegebieten siedeln sich ständig bedeutsame Unternehmen an und stärken die örtliche Wirtschaftskraft. Derzeit errichtet die Firma. Kuhlmann als Bauherr im Gewerbegebiet Rehkamp ein zweigeschossiges Bürogebäude in der Holstenstraße unmittelbar östlich des Damms der Wagenzeller Straße. Die technische Ausführung liegt bei dem Unternehmen ALHO Modulbau: „Modulbau“ ist inzwischen das Zauberwort für günstiges und vor allem schnelles Bauen; das wäre nach Auffassung der Grünen in Langenhagen an einigen Stellen eine sinnvolle Alternative zu endlos langen Bauvorhaben. Die praktische Umsetzung muss man auf der Baustelle erlebt haben! Die Gruppe Bündnis 90 / Die Grünen und die Unabhängigen haben die Chance ergriffen und mit Ulrike Jagau, Wilhelm Behrens und Wilhelm Zabel sowie Ronald Kunze eine einstündige Besichtigung vorgenommen. Im schon halbfertig angelieferten Rohbau wurden ihnen vom Bauleiter alle Aspekte wie die Verbindung der Module, deren Dämmung nach außen, verwendete Materialien, interne Versorgungslinien, Lärmschutz und sogar die mögliche Wiederverwendung an anderer Stelle erläutert. Die Raummodule von mehr als 50 Quadratmeter werden aus der Fabrikation von ALHO angeliefert, zur Umsetzung vom Lastwagen auf das wachsende Gebäude vorbereitet und von einem großen Kran aufgestapelt; jede Stunde ein Modul. Innerhalb von drei Tagen stand das aus 24 Raummodulen bestehende Gebäude im Rohbau auf seinem Platz, dann folgen wenige Wochen Innenausbau; im Frühsommer ist das Gebäude nutzbar. Die 1.350 QuadratmeternBruttogeschossfläche wird einmal 60 Mitarbeitern Platz bieten.
In einer ausführlichen Einführung haben die Firmenvertreter der Gruppe die Philosophie des Modulbaus und die damit verbundenen Möglichkeiten erläutert. Wenn ein Gebäude erst einmal steht, lässt sich nicht mehr erkennen, dass es als Baustein dorthin gekommen ist und dass man es sogar wieder problemlos versetzen könnte. Neben Büro- und Wohngebäuden lassen sich auf diesem Wege auch Kindertagesstätten und Schulen errichten. „Man kann sich die Grundschule Krähenwinkel als Neubau schon anschaulich vorstellen,“ meinte Ratsfrau Ulrike Jagau zuversichtlich. Da wird es für die Stadt Langenhagen interessant, schließlich steht bei der Infrastrukturausstattung einiges auf der Agenda. „Wir können schon aus Gründen des Klimaschutzes nicht alles in Beton gießen wollen, es müssen auch andere Wege ausprobiert werden, sei es mal ein Holzbau oder wie hier vorgefertigte Module,“ stellte Ronald Kunze abschließend fest.