Die Schulen werden zukunftsfähig

Freuen sich, dass die Schulen sukzessive in Sachen Breiband und WLAN fit werden: Panagiotis Chatzianastassiou (vo links, René-Christian Glembotzky, Bürgermeister Mirko Heuer und Timo Heiken. (Foto: O. Krebs)

Stadtverwaltung nutzt in Sachen Digitalisierung eigene vorhandene Strukturen

Langenhagen (ok). Es war keine Operation am offenen Herzen, sondern nur ein minimal-invasiver Eingriff. Das Schulzentrum ist jetzt in Sachen WLAN und Glasfaserkabel fit gemacht worden. "Wir wollten nicht Steuergelder verbrennen, wenn das Gebäude sowieso abgerissen wird", sagt René-Christian Glembotzky Chief Digital Officer (CDO) bei der Stadt Langenhagen. Leitungen mussten nicht extra verlegt werden, die vorhandenen Strukturen der Stadtverwaltung konnten genutzt werden. Glembotzky: "Wir wollen nicht nur das Rathaus digitalisieren, sondern auch die Schulen sollen zukunftsfähig werden." Strategisch gute Zusatzpunkte seien über das Netz verteilt worden. Wichtig sei auch eine Wiederverwertbarkeit nach dem Neubau. Nicht nur das Schulzentrum, sondern auch die IGS Süd und die Leibniz IGS seien in Sachen Digitalisierung in Angriff genommen worden, die Kosten liegen unter 200.000 Euro. Die Grundschulen sollen bis Ende 2022 folgen. 
Die Voraussetzungen im Schulzentum seien bislang unterschiedlich gewesen. "Wir haben schon seit zehn Jahren teilweise WLAN", erläutert Panagiotis Chatzianastassiou vom gymnasium. Die IGS dagegen sei bislang eher digitales Niemandsland gewesen, Schulleiter Timo Heiken sagt, sie seien aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst worden. Jetzt sei aber alles anders: "Vorher waren wir weiter mit unseren Gedanken als mit der Technik, jetzt sind wir mit der Technik weiter als mit unseren Gedanken." Beide Vertreter der Schulen lobten die Zusammenarbeit mit der Verwaltung, die sich bislang um den Mangel kümmern mussten. In den Schulen sollen offene WLAN-Hotspots eingerichtet werden. Und es sei noch mehr möglich: "Auf Basis der Technik können wir noch höher skalieren, die Bandbreite beispielsweise verdoppeln." Durch das eigene Glasfasernetz und die dynamische Verteilung im Haus gebe es auch eine eigene Steuerungsmöglichkeit.