"Die Schwatte wird mal meine Frau"

Zur goldenen Hochzeit vor zehn Jahren entwarfen die Kinder sogar eine eigene ECHO-Seite für das Jubelpaar.Foto: O. Krebs

Ingeborg und Fritz Plath feierten diamantene Hochzeit

Langenhagen (ok). Eine Anzeige im Langenhagener ECHO hat die berufliche Wende gebracht: 1977 wurde ein Mitarbeiter im städtischen Grünflächenamt gesucht; Fritz Plath, damals schon 47 und seit zwei Jahren arbeitslos – bekam den Job und blieb bei der Stadtverwaltung bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1993. Privat hatte er sein Glück allerdings schon längst bei seiner Ingeborg gefunden, die er nach der Flucht in Pommern in der "Schönen Adelheit" in Gailhof kennen gelernt hatte. Und schon damals sagte Fritz zu seinem Kumpel: "Die Schwatte da oben wird mal meine Frau." Er sollte Recht behalten, wenngleich es immerhin noch fünf Jahre dauerte, bis er seine Ingeborg am 14. Juli 1951 zum Traualtar führte, endgültig gefunkt hatte es beim Kinobesuch "Der dritte Mann" zwei Jahre zuvor. Die beiden gründeten eine Familie, bekamen fünf Kinder und zogen von Gailhof nach Langenhagen. Erst wohnte die inzwischen recht große Familie am Reuterdamm, seit 1964 bereits an der Narzissenstraße. Bei den Plaths wurde immer viel gefeiert, gespielt, gelacht und erzählt – nahezu an jedem Wochenende war Besuch im Haus. Inzwischen ist es natürlich etwas ruhiger geworden, die Kinder sind aus dem Haus, aber Harmonie wird bei der 83-jährigen Ingeborg und dem zwei Jahre jüngeren Fritz Plath, die jetzt das Fest der diamantenen Hochzeit feierten, immer noch groß geschrieben. Und zur großen Familie, die über ganz Deutschland verstreut ist, zählen jetzt neun Enkel- und sogar ein Urenkelkind. Waren die Plaths früher viel mit dem Fahrrad unterwegs oder sind in den Urlaub gefahren, so bleiben sie heute doch eher zu Hause, und Fritz Plath kümmert sich liebevoll um seine Ingeborg, die nicht mehr so gut sehen kann. Aber trotzdem sind die beiden noch lebenslustig und froh, dass sie einander haben.