Die Sonne schenkt Licht und Wärme

Das Wetter spielt bei vielen Menschen und in verschiedenen Situationen eine wichtige Rolle. Nach einem langen und kalten Winter sehnen sich viele nach Helligkeit, Licht und Wärme. Nach Tagen mit typischem, sehr wechselhaftem Aprilwetter wächst das Bedürfnis nach Beständigkeit und schönem Wetter. Dabei gibt es sehr wohl das realistische Bewusstsein, es ist gut, dass wir uns das Wetter nicht aussuchen können. Unsere Umwelt, die Flora und Fauna, braucht für einen
natürlichen und gesunden Kreislauf unterschiedliche Wetterformen. Da
bedarf es der Sonne, der Wärme und des Lichtes genauso wie des Regens,
der Feuchtigkeit und der Kälte. Dennoch hört man immer wieder
Reaktionen wie: „Jetzt reicht es aber, langsam dürfte es wieder wärmer und
sonniger werden!“ „Dieses Wetter schlägt auf das Gemüt.“ „Es ist doch
viel angenehmer, wenn die Sonne scheint, man nicht so wetterabhängig
ist und die Vorteile des schönen Wetters genießen kann.“
Die Begriffe Sonne, Licht und Wärme sind für uns eher positiv besetzt. Kein
Wunder, dass wir in einer religiösen Bildersprache solche Begriffe auch
gern mit Gott in Beziehung setzen. Am 6. und 13. Mai werden in unserer Ge-
meinde 32 Kinder zur feierlichen Erstkommunion gehen. Das Thema dieser
Gottesdienste lautet: „Gottes Liebe leuchtet wie die Sonne“. Verschiedene
Gedanken spielen bei diesem Thema eine Rolle. Kinder freuen sich beson-
ders über die Sonne, schönes Wetter und die damit verbundene Wärme. Sie
sollen erfahren, dass Gottes Liebe auch ein Grund zur Freude ist. Die Tat-
sache, dass wir von Gott geliebt sind, kann auch in unser Leben Licht und
Wärme bringen. Ein Wunsch, den wir in diesem Moment besonders für den
Lebensweg der Kommunionkinder haben. Viele Menschen sehnen sich nach
Sonne, Licht, Wärme und Geborgenheit. Die Sehnsucht nach Gott scheint
dagegen eher etwas verhaltener zu sein. Es wäre schön, wenn die Christen
unter uns mehr Mut hätten, ihre positiven Erfahrungen mit Gottes Liebe
zu erzählen und weiter zu geben. Vielleicht würde die Sehnsucht nach
Gott dann auch einen anderen Stellenwert bekommen.

Klaus-Dieter Tischler, Pfarrer