Die Suche nach dem wahren Glück

Kennen sich schon seit vielen Jahren: Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (links) und Godshorns Pastor Falk Wook.Foto: O. Krebs

Ministerpräsident Stephan Weil auf der Laienkanzel in Godshorn

Godshorn (ok). Ob die Initiatoren des verspäteten Feuerwerks am Neujahrsabend von dem hohen Besuch in der Godshorner Kirche gewusst hatten? Nun, zumindest wirkten sie wie ein Salut zur Begrüßung des Ministerpräsidenten Stephan Weil, der auf der siebten Godshorner Laienkanzel der Kirchengemeinden Zum Guten Hirten, St. Paulus und Emmaus zur Jahreslosung "Gott nahe zu sein ist mein Glück" predigte. "Wir kennen uns schon seit 35 Jahren seit gemeinsamen Studienzeiten in Göttingen", verriet Pastor Falk Wook. Seit vier Jahren stehe schon die Einladung, nun sei er froh, dass es endlich geklappt habe. In seiner nicht allzu langen, dafür aber inhaltsschweren Predigt machte der Landesvater deutlich, dass niemand nur allein glücklich sein, sondern vielmehr Verantwortung für die Schwächsten in der Gesellschaft übernehmen solle. Denn: "Der christliche Glaube verpflichtet zur Nächstenliebe", so Stephan Weil. Und weiter: "Wir alle sollen uns auch und vor allem als Teil einer Gemeinschaft empfinden." Wer sein Leben nach diesem Grundsatz ausrichte, könne Gott tatsächlich nahe sein, so Weil mit Blick auf die Jahreslosung. Der Ministerpräsident ging in der Predigt auch auf sein erstes Amtsjahr und die zwischenmenschlichen Begegnungen in dieser Zeit ein. Immer wieder, so zum Beispiel auch bei der Flutkatastrophe an der Elbe im Sommer, habe es ihn beeindruckt, Menschen zu erleben, die sich sozial engagierten und dadurch mit sich selbst im Reinen zu sein scheinen. Sie machten kein Aufhebens von ihren zum Teil höchst eindrucksvollen Leistungen, sondern betrachteten sie vielmehr als selbstverständlichen Teil ihres Lebens. "Ein solches Engagement scheint also nicht nur ein Opfer an Zeit und Kraft für die Gesellschaft zu sein, sondern auch ganz persönlich Zufriedenheit zu vermitteln", so Weil.