Die Suche nach den Energiefressern

Spürnasen in Sachen Energie: Jannick und Damian aus der 3c.

Energiedetektive in der Grundschule Godshorn unterwegs

Godshorn. Seit Beginn des Schuljahres beschäftigen sich elf Kinder der zweiten bis vierten Klasse der Grundschule Godshorn alle zwei Wochen in einer AG mit Energiefressern in ihrer Schule. Geleitet wir die AG von Angela Eilers, einer erfahrenen Umweltpädagogin. Gemeinsam mit der Schulleiterin und der Hausmeisterin sucht sie nach Möglichkeiten für die Nutzer der Schule, Energie zu sparen. Im nächsten Schulhalbjahr ist außerdem die Ausbildung so genannter Energiemanager geplant. Sie sollen die Lehrkräfte von der Aufgabe entlasten, neben ihrer pädagogischen Arbeit auch das konkrete Energiesparen im Auge haben zu müssen.
Möglich werden die umfangreichen Aktivitäten an der Grundschule Godshorn durch eine Projektförderung von proKlima – dem enercity-Fonds – und durch die Unterstützung von Marlies Finke, der Umweltbeauftragten der Stadt Langenhagen.
Im ersten Schulhalbjahr haben die Kinder der AG den Umgang mit Messgeräten erlernt und wollen in den nächsten Wochen in Klassenräumen die Lichtstärke und die Temperatur messen. „Auch auf der Gesamtkonferenz sind die Energiedetektive schon gewesen und haben uns Erwachsene darüber aufgeklärt, dass in der Klasse zum Beispiel Temperaturen von etwa 20 Grad Celsius am besten seien. Und zwar nicht nur aus energetischer Sicht, sondern auch, weil bei höheren Temperaturen die Konzentration nachlasse,“ erläutert die Schulleiterin Andrea Kunkel. „Nächste Woche informieren die Energiedetektive gemeinsam mit Angela Eilers alle Schulkinder bei unserem regelmäßig stattfindenden Schulforum.“
Das alles soll dazu führen, dass in der Schule Energie eingespart wird. Darüber freut sich auch Marlies Finke: „Die Schule spart neben Energie auch Kosten ein und vor allem leistet sie einen Beitrag zum Klimaschutz." Es stellt sich aber doch die Frage, ob solche Aktivitäten Sinn machen, wo doch andere so viel sorgloser mit Energie umgehen. Angela Eilers lässt keinen Zweifel daran, dass solche Projekte sinnvoll sind: „Wenn wir immer warten, dass andere beginnen mögen, passiert oft nichts. Wenn ich also möchte, dass sich etwas ändert, muss ich selbst den ersten Schritt machen. Und wenn das außer mir auch viele andere tun, hat das spürbare Auswirkungen. Kinder verstehen das sehr gut. In der AG können die Kinder deshalb üben, Verantwortung zu übernehmen und erleben, dass ihr Tun etwas bewirkt.“ Damit das Thema für die Kinder nicht zu ernst wird, hat sie die Handpuppe Alex in der Schule dabei. Er ist Spezialist für Spiele und spricht die Herzen der Kinder an. So macht Energiesparen Spaß.