„Die Welt zu Gast“ in Kaltenweide

Artistik der Klasse 4d der Kaltenweider Grundschule passte hervorragend in das Programm des Sommerfestes. (Foto: D. Lange)
 
Bürgermeister Mirko Heuer (links) und Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr (rechts) probierten die Currywurst von Marco Rösler (Verein Bürger für Kaltenweide). (Foto: D. Lange)

Sommerfest der IWK präsentierte sich bunt und vielfältig

Kaltenweide (dl). Unter der Woche steht die Skulptur "Rote Hand" ja mitunter etwas verloren und einsam auf dem Kaltenweider Platz, nicht jedoch am vergangenen Sonnabend. An diesem Tag nämlich feierte die Werbegemeinschaft Weiherfeld-Kaltenweide (IWK) ihr viertes großes Sommerfest bei angenehmen sommerlichen Temperaturen, die weit entfernt waren von den Wärmeexzessen in der Woche zuvor. Der IWK war es in enger Kooperation mit dem Langenhagener Integrationsbeirat und den Kaltenweider Vereinen gelungen, ein internationales Fest der Kulturen mit einem gleichermaßen vielfältigen und randvollen Programm auf die Beine zu stellen. Sowohl auf der Bühne als auch rund herum. Gerade die Musik der kongolesischen Band „Black X“ des Deutschafrikaners Christian Bakotessa passte vorzüglich zu dem sommerlichen Ambiente. Ihre locker-entspannten Reggae- und Afro-Poprhythmen eignete sich ideal zum spontanen Mittanzen. Der Singkreis-Langenhagen warb im Anschluss an seinen Auftritt um Geldspenden für zwei Flüchtlingskinder aus Eritrea, die gelegentlich im Chor mitsingen, um ihnen weiterführende VHS-Deutschkurse zu ermöglichen. In bunter Reihenfolge wechselten sich die großen und kleinen Künstler auf der Bühne ab. Die kleinen Trommler der Sonnenblumengruppe aus der AWO-Kita verzauberten die Zuschauer ebenso wie die Kindergruppe der Lern - und Lesehilfe Kaltenweide, die sich dem orientalischen Bauchtanz widmeten. Sechzehn Kinder der Klasse 4d aus der Grundschule Kaltenweide brachten ihre blauen Turnmatten aus der Schule mit und zeigten ein Artistikprogramm, das sie zusammen mit ihrer Sport- und Klassenlehrerin Sabine Schramke-Kresse eingeübt hatten. „Bei dieser Art von Sport können alle Kinder mit dabei sein. Egal, ob sie wirklich sportlich sind oder nicht“, sagte sie. Für das Musikprogramm hatten sich die Veranstalter noch einen besonderen Clou ausgedacht. Die endgültige Liste der Songs, die die Band „Acoustic Rock Albers“ auf dem Fest spielen sollten, durften die Besucher des Sommerfests vorher per Onlinevoting selbst auswählen. Dem internationalen Charakter des Festes entsprechend präsentierte sich natürlich auch wieder das kulinarische Angebot an vielen Ständen. Ob süß oder deftig, es gab viel zu entdecken. Man musste es nur ausprobieren.
Die Ortsfeuerwehr war ebenfalls mit von der Partie und hatte ein altes Auto mitgebracht, um zu demonstrieren, wie die Insassen eines Pkw nach einem Unfall schnellstmöglich befreit werden können. Mittels Spreizer und einer Trennschere lässt sich so ein Fahrzeug binnen Kurzem wie eine Sardinenbüchse öffnen und zerlegen. Hier durften die Besucher ausnahmsweise einmal selbst Hand anlegen und das wiederum ist durchaus eine Erfahrung der besonderen Art. Eingezwängt in eine wattierte und kiloschwere Feuerwehrkluft, die Füße in unförmigen Sicherheitsstiefeln, mit einem Helm auf dem Kopf und einer rund 20 Kilo schweren Druckluftschere in der Hand, wird diese Arbeit, insbesondere bei hochsommerlichen Temperaturen, sehr schnell zu einer äußerst schweißtreibenden Angelegenheit. Mit ihrer Präsenz auf dem Sommerfest der IWK ermöglichte die Ortsfeuerwehr den Besuchern einen tiefen und eindrucksvollen Einblick in ihre Arbeit, nicht zuletzt auch deshalb, um neue Mitglieder zu werben.