Dixis bleiben am Silbersee

Geld für sanitäre Einrichtung im Haushalt vorgesehen

Langenhagen (gg). Immer wieder gibt es Fälle von Vandalismus an den Dixi-Toiletten am Silbersee, sie wurden in den vergangenen Monaten umgestoßen, in den See geworfen und in der letzten Woche in Brand gesteckt, das ECHO berichtete in der Ausgabe vom 9. Mai. Für die Instandhaltung fallen erhebliche Kosten an. An der Brandstätte muss sogar der Boden ausgehoben werden, weil er mit geschmolzenem Kunststoff verunreinigt ist. Die Kosten von rund 2.000 Euro trägt die Stadtverwaltung. Auf offene Fragen zum Fortbestand der provisorische Lösung mit den Dixis und der Forderung von Silbersee-Besuchern nach einer festen WC-Einrichtung gibt es nun eine aktuelle Stellungnahme. „Nachdem über Jahre um Haushaltsmittel für die Geländepflege rund um den Silbersee gerungen wurde, gibt es im Haushalt 2012 einen Posten von 200.000 Euro für eine risikominimierte Umgestaltung des Geländes“, bestätigt Stadtbaurat Carsten Hettwer auf Anfrage des ECHO. Zudem gebe es einen Merkposten von 100.000 Euro für die Errichtung einer vandalismussicheren Toilette. Der Betrag reicht aber nicht aus, ist sich der Stadtbaurat sicher: „Selbst die einfachste Ausführung einer solchen Toilette kostet rund 150.000 Euro, für die laufende Unterhaltung müssen dann 1.500 Euro pro Monat kalkuliert werden.“ An dem Bestand der Dixis werde man daher festhalten. „Feste WC-Einrichtungen sind im Gastronomie-Bereich vorhanden“, sagt Hettweg. Der Pachtvertrag zwischen Stadtverwaltung und Betreiber sieht vor, dass diese für alle Besucher des Silbersees (nicht nur der Gastronomie-Gäste) zugänglich sein soll. „Das klappt im Moment nicht, da gibt es rechtliche Verwicklungen bei der Auflösung des Pachtvertrages“, erklärt Hettwer. Man will die Sommersaison abwarten und schauen, wie sich die Situation klärt, um im Herbst weitere Entscheidungen zu treffen.