DLRG wagt den Bruchtest

Einsatztaucher Björn Fiedler macht die Probe aufs Exempel. (Foto: O. Krebs)

Eis trägt erst nach 14 Tagen bei minus zehn Grad Celsius

Langenhagen (ok). 14 Tage bei minus zehn Grad Celsius: So lautet die Faustregel, damit ein zugefrorenes Gewässer trägt und nicht bricht. Und ohne Schnee, der isoliere nämlich. Vorher gibt es keine Freigabe der Kommune. Viele Unbelehrbare waren am Wochende allerdings auf dem Silbersee und riskierten ihr Leben. Die DLRC-Ortsgruppe Langenhagen warnt noch einmal eindringlich davor, die Eisflächen trotz der Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes zu betreten. Einsatztaucher Björn Fiedler machte die Probe aufs Exempel im Überlebensanzug und stand nach dem Bruchtest in Ufernähe bis zur Hüfte im Wasser. "Es gibt keine einheitliche und feste Eisdecke. Das Eis arbeitet, und es haben sich Risse gebildet." DLRG-Sprecher Frank Berkemann macht nochmal deutlich, wie tückisch es ist, ins Eis einzubrechen. Es gebe keine Griffe, und es sei sehr schwierig, noch einen Fuß aus dem etwa vier Grad Celsius kalten Wasser zu bekommen, um sich herauszuziehen und das Gewicht dann gleichmäßig auf dem Eis zu verteilen. Also lieber die Sonnenstrahlen bei herrlichem Winterwetter am Ufer und nicht auf dem Wasser genießen.