Effizienzpläne der TUIfly sollen entstehen

Mitarbeiter haben Angst vor Standortschließung

Langenhagen (gg). Sorgen und Ängste der TUIfly-Mitarbeiter am Flughafen machte der Betriebsrat am vergangenen Mittwoch und Donnerstag öffentlich. Es gehe um die ungewisse Zukunft von insgesamt 800 Angestellten, wenn der TUIfly-Standort geschlossen wird, so die medienwirksame Botschaft. TUI-Sprecher Michael Röll erklärt im Gespräch mit dem ECHO, dass zunächst zu unterscheiden sei zwischen der TUI-Werft, die tatsächlich zum Jahresende in Langenhagen aufgegeben wird, und der TUIfly-Verwaltung. „Dass die Wartung nach Rumänien und Großbritannien verlagert wird, ist ein alter Hut und lange bekannt. Die Schließung der TUIfly-Verwaltung in Langenhagen kann ich weder bestätigen noch dementieren, da die Entscheidung nicht im Raum steht. Es gibt keinerlei Grundlage, dazu Stellung zu nehmen.“ Der Konzern prüfe derzeit, ob fünf der von der TUI in Europa unterhaltenen Airlines, effizienter aufgestellt werden können. Das sei ein Europa weites Unterfangen und werde noch Monate dauern. „Wir sind in der Analyse-Phase“, sagt Michael Röll.
In den Fall eingeschaltet ist nach Auskunft von Marco Brunotte, SPD-Landtagsabgeordneter, das Niedersächsische Wirtschaftsministerium und die Staatskanzlei. „Gespräche gibt es mit dem Betriebsrat laufend. Ich kann die Sorgen der Mitarbeiter verstehen, da in den vergangenen Jahren von der Geschäftsführung immer wieder Zugeständnisse eingefordert wurden - mit dem Hinweis auf eine mögliche Auflösung des Standortes Langenhagen. Ziel ist es, TUIfly als Home Carriere am Flughafen zu halten. Das Land ist zur Gestaltung der Rahmenbedingungen (angemietete Immobilie) bereit. Aber TUIfly müsste sich äußern, was überhaupt geplant ist.“ Die Rolle von Langenhagen als Kommune in diesem Fall sieht Marco Brunotte als untergeordnet an: "Wir haben es hier mit einem global agierenden Konzern zu tun. Eine Kommune kann für den Standort wenig in die Waagschale werfen."
Die von der Tuifly gemieteten Immobilien gehören zu den Liegenschaften der Flughafen GmbH. „Aktuell laufen noch Gespräche“, lässt Flughafen-Pressesprecher Sönke Jacobsen zur Werft wissen und ergänzt, „Über das Thema Nachnutzung des Verwaltungsgebäudes machen wir uns keine Gedanken. Hier gibt es einen sehr langfristigen Mietvertrag mit der TUIfly.“