Eher weniger als mehr

Grüne sehen 1.000-Bäume-Programm keineswegs umgesetzt

Langenhagen (ok). 1.000 neue Bäume im Stadtgebiet bis 2025 – ein Ziel, das sich der Rat der Stadt Langenhagen im Jahr 2015 gesetzt hat. Die Zwischenbilanz, die die Grünen jetzt nach vier Jahren ziehen, fällt vernichtend aus. Von 1.000 neuen Bäumen könne nicht die Rede sein. Im Gegenteil: Jetzt fehlten sogar etwa 600 Bäume, weil nicht alle nachgepflanzt worden seien. Insgesamt 1.163 Bäume mussten nach Auskunft der Stadtverwaltung seit 2015 gefällt werden, 494 davon waren Straßenbäume. 415 Bäume seien neu gepflanzt worden, darunter 244 Straßenbäume. Es ist aus Sicht der Stadtverwaltung schwierig, Neuanpflanzungen vorzunehmen, da die Platzverhältnisse in der Stadt beengt seien. Es sind ungefähr 2.000 kleine Bäume mit einem Kronenvolumen nötig, um eine 100-jährige Buche zu ersetzen. Die Zahl der konkreten Anpflanzungen belaufe sich mit den genehmigten Finanzmitteln auf lediglich 40 bis 70 Bäume. Die genauen Standorte würden derzeit ermittelt. Angaben, die den Grünen überhaupt nicht schmecken, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Klimanotstandes, der aktuell in aller Munde war. Der Zunahme von Kohlendioxid solle ja gerade entgegengesteuert werden. Ratsfrau Ulrike Jagau: Von den jährlichen Berichten, die wir eingefordert habe, ist bis jetzt nicht die Rede.“ Sie erwartet genauso wie der Ortsverbandsvorsitzende Rolf Linnhoff, dass sie von der Verwaltungs auf den neuesten Stand gebracht wird.