Ehrenpreis für Langenhagenerin

Birgit Ehlers-Ascherfeld und Klaus Ascherfeld im „Memoriam-Garten“ auf der BUGA in Koblenz.

Projekt „Memoriam-Garten“ erneut ausgezeichnet

Langenhagen. Für „zukunftsweisende Entwicklungskonzepte auf unseren Friedhöfen“ wurde jetzt das Projekt „Memoriam-Garten“ bei der Bundesgartenschau Koblenz (BUGA) mit dem Ehrenpreis des Niedersächsischen Ministeriums für ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgezeichnet. Im Rahmen des Ausstellungsteils „Grabgestaltung und Denkmal“ bei der Bundesgartenschau in Koblenz (BUGA) entstand Anfang April der bislang größte „Memoriam-Garten“ auf einer Gartenschau. Initiatorin des Projektes ist Birgit Ehlers-Ascherfeld aus Langenhagen. „Wir Friedhofsgärtner wollen mit dem „Memoriam-Garten“ einerseits konkrete Alternativen zu der zunehmenden Anonymisierung auf deutschen Friedhof aufzeigen, zum anderen bietet der Garten viele Möglichkeiten für die Verwendung interessanter Pflanzen, die eine starke Symbolik haben“ berichtet die engagierte Fachfrau. Mit dem Steinmetzen Uwe Spiekermann ist ein weiterer Langenhagener am ausgezeichneten Projekt beteiligt. „Wir arbeiten in der Praxis häufig zusammen, da war es nur ein Griff zum Telefon, um den Kollegen zur Mitarbeit in Koblenz zu bewegen“ freut sich Ehlers-Ascherfeld. Der erste Garten dieser Art wurde zur Bundesgartenschau in Schwerin 2009 vorgestellt, bundesweit sind mittlerweile vier „Memoriam-Gärten“ auf realen Friedhöfen entstanden, viele weitere sind in Bau oder Planung. „Die Idee hat bei meinen Kollegen, den Verwaltungen und den Hinterbliebenen sehr viel Anklang gefunden. Der Memoriam-Garten ist ein moderner Beitrag für eine nachhaltige Friedhofsentwicklung im Sinne der Hinterbliebenen.“ sagt Ehlers-Ascherfeld. In einem „Memoriam-Garten“ finden viele verschiedene Grabarten Platz, typisch ist unter anderem die Kombination von Urnen- und Erdgräbern in den von den Friedhofsgärtnern geplanten und gepflegten Gärten. Namenlose Bestattungen gibt es in einem „Memoriam-Garten“ nicht. Alle Gräber sind an einen Dauergrabpflegevertrag gekoppelt. „Damit sichern wir die Pflege der Gräber für viele Jahre ohne weitere Kosten für die Angehörigen. Ein Grab in einem 'Memoriam-Garten' kauft man zu einem festen Preis, der Aufwand für eine gepflegte Ruhestätte in einem würdigen und schönen Rahmen ist für den Kunden kalkulierbar“ weiß Ehlers-Ascherfeld. Der „Memoriam-Garten“ auf der BUGA kommt bei den Besuchern sehr gut an. Noch bis zum 16. Oktober, dem letzten Tag der BUGA, ist das Projekt im Festungspark in Koblenz zu sehen. Mehr Informationen gibt es unter www.memoriam-garten.de.