Eigene Produkte mit Nachhaltigkeit

Schrauben gern an ihren Drahteseln: Yusuf (von links), Marlon und Andreas. (Foto: C. Spohn)

Messe für Schülerfirmen in der Pestalozzischule

Langenhagen (ok). „Nachhaltige Schülerfirmen“: Die Arbeit mit so genannten Schülerfirmen bekommt immer mehr Bedeutung an Schulen in ganz Niedersachsen. Dabei sind die Jugendlichen als Unternehmer aktiv und betreiben „Firmen“ zu unterschiedlichen Themen. In der Pestalozzischule und der Gutzmannschule findet dieses Projekt verpflichtend im Rahmen der Berufsvorbereitung für alle Schüler der achten  und neunten Klasse statt. Die Projekte werden im Auftrag des Kultusministeriums beraten und finanziert.
Nun waren die beiden Schulen Gastgeber der Schülerfirmenmesse für nachhaltige Projekte der Region Hannover. Dabei stellen sich die Jugendlichen mit ihrem Unternehmen vor. Ziel sei es, über die Projekte zu informieren und das Interesse dafür bei anderen Schulen zu wecken. Mehrere 100 Schüler waren zu Besuch.
Elf Firmen haben sich in der Turnhalle präsentiert. Unter anderem wurden Produkte aus dem 3D-Drucker verkauft oder eine Fahrradwerkstatt vorgestellt. Marlon fährt selbst gern Fahrrad. „Da wusste ich gleich, dass ich zu der Schülerfirma möchte. Wir reparieren hier Fahrräder, schrauben daran und putzen sie“, sagt Marlon (15). Seit eineinhalb Jahren ist er in der Schülerfirma. Jeden Montag wird im Rahmen des Unterrichts vier Stunden an den Firmen gearbeitet.
Neben der Fahrradwerkstatt werden verschiedene Teesorten und Gewürze aus Sri Lanka, Spielangebote für Bewohner eines Altenheims und fair gehandelter Kaffee verkauft. Dabei setzen sich die Schüler mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander.
Außerdem lernen sie neben dem Umgang mit Geld auch die Themen Buchführung, Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und insbesondere die Zusammenarbeit untereinander. Josefine, Tanja und Leonie betreiben einen Schulkiosk. Dabei werden alltägliche Produkte wie Wasser, Bifi, Corny und Babybel verkauft. Das Unternehmen ist ganz neu: „Wir haben es grad erst eröffnet. Das vorige Projekt lief nicht mehr so gut. Nun haben wir einen Neuanfang gestartet“, sagt Josefine. Mit dem Erlös des Tages sind die Mädchen zufrieden. „Wir haben einiges verkauft.“