Ein Abstrich für die Sicherheit

Proband Ralph Gureck (links) erledigt bei Jan-Christoph Altenhoff die Formalitäten. (Foto: O. Krebs)

Schnelltestzentrum im Ratssaal hat den Betrieb aufgenommen

Langenhagen (ok). Es ist fast so wie beim Schwangerschaftstest: Zwei Streifen sind positivv, einer negativ, keiner heißt, dass der Test nicht angeschlagen hat. Wobei negativ in diesem Fall allerdings die bessere Variante ist. Denn das bedeutet keine Infektion mit dem Corona-Virus. Das Schnelltest-Zentrum im Ratssaal, das von den Johannitern betrieben wird, hat am Montag seinen Betrieb aufgenommen, und der Andrang war an den ersten beiden Tagen schon beachtlich. Waren die Termine am Montag komplett ausgebucht, so waren es am Dienstag 84 Interessierte. Die Termine werden ausnahmslos online vergeben, um Warteschlangen zu vermeiden. Das Motiv Sicherheit steht ganz klar im Vordergrund, auch für Anke Kerzel, die als Erzieherin in der Kita Veilchenstraße beschäftigt ist. Der Godshorner Michael Lieb ist als Sänger und Manager in der Kulturszene beschäftigt, und gehe nach einem negativen Test mit einem guten Gefühl in einen seiner selten gewordenen Live-Termine. Die Sicherheit des Ergebnisses liegt bei gesunden Menschen bei etwa 99,6 Prozent
Das Testen geht fast so schnell über die Bühne wie das Brezel backen, drei Minuten sind für eine Abnahme veranschlagt. Die Testwilligen müssen alle in Langenhagen leben oder arbeiten, sie werden gebeten, fünf bis zehn Minuten vor dem eigentlichen Termin am Rathaus zu sein, um die Formalien zu erledigen. Sie müssen symptomfrei sein. Getestet wird jeweils montags von 8 bis 13 Uhr sowie mittwochs und freitags von 13 bis 18 Uhr. 300 Teste sind nach Auskunft des Bürgermeisters Mirko Heuer in der Woche bislang maximal möglich, ein Abstrich kann erst nach sieben Tagen wiederholt werden. Diesen kostenlosen Service bietet in der Region Hannover bisher nur die Stadt Langenhagen an. Der Vertrag mit den Johannitern läuft bis Ende Juni, pro Tag werden 2.800 Euro berechnet.Für den Zeitraum sind 140.000 Euro veranschlagt worden. Es ist aber durchaus noch Luft nach oben, denn aus einem Corona.Paket stehen maximal 340.000 Euro zur Verfügung. Termine für das Schnelltestzentrum können unter (0800) 7 30 70 00 vereinbart werden. Und zwar immer montags bis donnerstags zwischen 9 und 15 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr. Außerdem über die Internetseite www.langenhagen.de/schnelltestzentrum. Kurzfristig sind auch Termine möglich, weil es immer wieder mal Lücken im Ablauf gibt.
Die zweite Säule im Kampf gegen das Corona-Virus ist das Impfen, und auch hier steht Mirko Heuer bereit, um ein denzentrales Impfzentrum in Langenhagen auf die Beine zu stellen. Die Region als übergeordnete Behörde habe dafür aber noch kein grünes Licht gegeben. Freiwilligenagentur und DRK-Ortsverbände kooperieren bei der Aktion Impftaxi und Impflotsen, damit über 80-Jährige ins zentrale Impfzentrum aufs Messegelände nach Laatzen kommen können. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für Taxifahrten nur, wenn mindestens die Pflegestufe drei und eine Mobilitätsbescheinigung vorliegt.